Deutsche Bank zieht um 4000 Mitarbeiter wechseln in London den Standort

Großumzug bei der Deutschen Bank: Bis Ende 2016 will die Bank ihre Londoner Standorte bündeln. Ein Ort ist schon gefunden. Nun müssen 4000 Mitarbeiter ihre Kartons packen – und sich an den neuen Arbeitsplatz gewöhnen.
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Die Deutsche Bank will fünf ihrer Londoner Standorte zu einem zusammenbündeln. Quelle: ap
Neuordnung der Standorte

Die Deutsche Bank will fünf ihrer Londoner Standorte zu einem zusammenbündeln.

(Foto: ap)

FrankfurtRund 4000 Mitarbeiter der Deutschen Bank in London müssen sich bald an einen neuen Arbeitsplatz gewöhnen. Der deutsche Branchenprimus gibt fünf seiner Standorte in der britischen Finanzmetropole auf, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Dabei geht es vor allem um Verwaltungs- und IT-Funktionen, die von Ende 2016 an im „Canary-Wharf“-Komplex im Osten der Stadt gebündelt werden sollen. In den früheren „Docklands“ hat sich inzwischen ein Großteil der britischen Finanzbranche angesiedelt.

Die Deutsche Bank will mit der Neuordnung der Standorte nach eigenen Angaben vor allem die Effizienz verbessern und die Kontrollmöglichkeiten verstärken. Der Umzug ist Teil der erst vor wenigen Wochen vorgestellten „Strategie 2020“, mit der die Deutsche Bank Kosten senken, die Postbank verkaufen und ihr Investmentbanking reduzieren will.

Das Banken-Chamäleon
Zeugnis der Anfangstage
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Der 10. März 1870 ist der Gründungstag der Deutschen Bank. Standort war damals nicht Frankfurt, sondern Berlin. Gründer waren Privatbankier Adelbert Delbrück und der Politiker Ludwig Bamberger. Erster Vorstandssprecher ist Georg von Siemens. Im Gründungsstatut wird die Bedeutung des Auslandsgeschäfts unterstrichen: „Der Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbesondere Förderung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, den übrigen Europäischen Ländern und überseeischen Märkten.“ Eine klare Ausrichtung des jungen Instituts.

Hauptsitz in Berlin
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So sah die Zentrale der Deutschen Bank in Berlin aus, hier auf einer späteren Aufnahme aus dem Jahr 1929. Ab 1880 finanzierte die Bank zunehmend Industrieprojekte. Der Ausbau des Filialnetzes hatte zunächst keine Priorität, die meisten Geschäfte wurden aus Berlin abgewickelt.

Frankfurt kommt erst später
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Weiteres Standbein ist von Beginn an das Einlagengeschäft. Bis 1873 eröffnet die Bank Filialen in Bremen, Hamburg, Yokohama, Schanghai und London. London ist schon damals die wichtigste Auslandsniederlassung. Die Filiale in Frankfurt am Main, heute der Hauptsitz, öffnet erst 1886. Im Bild die Niederlassung an der Frankfurter Kirchnerstraße anno 1914.

Filiale in der Fuggerstadt
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Die Filialen prägten natürlich auch nicht überall das Stadtbild, so wie in Berlin und später in Frankfurt. Diese Aufnahme zeigt die Straßen von Augsburg zur Jahrhundertwende – also 1900.

Geschäftssitze im Wandel der Zeit
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Gegen Ende des ersten Weltkriegs entstand dieses Foto von kaiserlichen Militärs vor der Niederlassung in Bremen. An der Filiale in der Hansestadt lässt sich der Wandel im Stadt- und Bankenbild gut illustrieren.

Bremen 50 Jahre später
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Das historische Gebäude am Domshof blieb der Handelsstadt Bremen erhalten. Das Umfeld hat sich komplett verändert – das gilt auch für Geschäftsfelder. Auf Wandel musste das Institut in seiner Geschichte immer wieder reagieren.

Neuausrichtung nach dem Ersten Weltkrieg
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Mit Ende des Erste Weltkriegs war auch das Auslandsvermögen des Instituts verloren. Die schwierige Wirtschaftslage nebst Inflation in der Weimarer Republik macht es der Deutschen Bank nicht einfach. Im Bild ein Kassenschalter aus dem Jahr 1920.

  • rtr
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