Deutsche Börse
Fusion mit Nyse steht auf der Kippe

Zu strenge Auflagen von Seiten der EU-Wettbewerbshüter: Einem Bericht zufolge droht die Fusion der Deutsche Börse mit dem US-Börsenbetreiber Nyse zu platzen. Am Dienstag könnte in Brüssel eine Entscheidung fallen.
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Frankfurt/New York Verantwortliche der Deutschen Börse erwägen nach einem Zeitungsbericht einen Verzicht auf die geplante Fusion mit dem US-Börsenbetreiber Nyse Euronext im Falle strenger Auflagen der EU-Wettbewerbshüter. „Eine Fusion um den Preis der Aufgabe unserer Derivatebörse Eurex wird die Deutsche Börse auf keinen Fall mitmachen“, zitierte „Euro am Sonntag“ aus Unternehmenskreisen. Ein ebenfalls namentlich nicht genanntes Mitglied des Aufsichtsrates erklärte dem Blatt zufolge, bestimmte Auflagen der EU-Kommission könnten „das ganze Fusionsprojekt zum Einsturz bringen“.

Nyse-Chef Duncan Niederauer hatte bereits am Donnerstag in einer Telefonkonferenz gesagt: „Ab einem bestimmten Punkt macht der Zusammenschlusses keinen Sinn mehr - wenn wir nämlich dazu gedrängt werden, zu viel aufzugeben.“ Am Dienstag stehen Gespräche mit der EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel an. Die EU-Kommission hatte Anfang Oktober vor allem Bedenken beim Derivatehandel angemeldet. Die EU-Wettbewerbsbehörde will ihre Prüfung noch dieses Jahr abschließen.

Der Finanzvorstand der Deutschen Börse, Gregor Pottmeyer, hatte in der vergangenen Woche gesagt, er hoffe weiter auf einen Abschluss der Transaktion noch in diesem Jahr. Er räumte allerdings ein, dass dies nicht in der Hand der Unternehmen liege.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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