Deutsche Börse
LSE will weiter für Fusion kämpfen

Die Londoner Börse hält nach eigener Aussage an dem Zusammenschluss mit der Deutschen Börse fest. Die war zuletzt immer unwahrscheinlicher geworden. Die EU-Kommission dürfte die Fusion ablehnen.
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LondonDie Londoner Börse (LSE) hat die vor dem Scheitern stehende Fusion mit der Deutschen Börse nach eigener Auskunft noch nicht aufgegeben. „Die Gruppe arbeitet weiter hart an ihrem geplanten Zusammenschluss mit der Deutschen Börse“, erklärte das Management am Freitag. Dem Vorhaben werden allerdings kaum noch Chancen eingeräumt, nachdem die LSE am Sonntag angekündigt hatte, eine Auflage der EU-Kommission zur Freigabe der Börsenhochzeit nicht zu erfüllen. Daher gilt es als höchst unwahrscheinlich, dass die europäischen Wettbewerbshüter grünes Licht für die Fusion geben werden.

Eine Entscheidung der EU-Kommission wird bis zum 3. April erwartet. In Frankfurt und Brüssel gehen viele davon aus, dass die LSE die Fusion zu Fall bringt, weil sie keine Diskussion darüber führen will, ob der Holdingsitz der Megabörse wegen des Brexit von London nach Frankfurt verlagert werden muss.

Für das vergangene Jahr gab der Londoner Finanzmarktbetreiber ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Pfund bekannt. Analysten hatten mit 1,56 Milliarden gerechnet. LSE-Chef Xavier Rolet erklärte, alle Sparten hätten zum Wachstum beigetragen. Der Konzern bleibe in sämtlichen Geschäftsbereichen gut aufgestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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