Deutsche-Börse-Tochter
Clearstream muss Millionenstrafe zahlen

Das Finanzhaus Clearstream wird in einem Vergleich zur Kasse gebeten. Die Deutsche-Börse-Tochter muss wegen Verstößen gegen die Iran-Sanktionen in den USA eine Millionenstrafe zahlen.
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WashingtonDie Deutsche-Börse-Tochter Clearstream muss in den USA wegen Verstößen gegen die Iran-Sanktionen 152 Millionen Dollar (112 Millionen Euro) zahlen. Das Luxemburger Finanzhaus Clearstream habe der iranischen Regierung "substanziellen und nicht genehmigten Zugang" zum US-Finanzsystem verschafft, teilte das Finanzministerium in Washington am Donnerstag mit. Mit dem Vergleich wird das Verfahren eingestellt.

Clearstream wurde zur Last gelegt, in den Jahren 2007 und 2008 für die iranische Zentralbank Vermögen im Volumen von 2,8 Milliarden Dollar auf einem New Yorker Bankkonto verwaltet zu haben. Die Deutsche-Börse-Tochter habe den US-Finanzbehörden eigentlich zugesagt, die Geschäftsbeziehungen mit dem Iran zu beenden. Dann habe das Institut die Anlagen aber auf ein europäisches Bankkonto verschoben.

Wegen des iranischen Atomprogramms haben die USA drastische Sanktionen gegen Teheran verhängt. Auch Unternehmen und Einzelpersonen aus Drittländern, die mit dem Iran bestimmte Geschäfte machen, können von der US-Justiz belangt werden. Die Deutsche Börse betonte in einer Mitteilung, dass die Angelegenheit "ohne eine endgültige behördliche Feststellung eines Verstoßes" gegen die Sanktionsvorschriften beendet worden sei.

Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um die Entschädigung der Hinterbliebenen von 241 US-Soldaten, die im Jahr 1983 beim Anschlag auf den US-Stützpunkt im libanesischen Beirut getötet worden waren. Ein US-Gericht hatte den Iran für das Attentat verantwortlich gemacht. Die von Clearstream verwalteten Vermögenswerte sollten eigentlich für die Schadenersatzzahlungen verwendet werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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