Deutsche Börse und LSE
Mit Trick 17 zur Börsenfusion

Die Deutsche Börse und die LSE heuern momentan so viele Investmentbanken wie möglich an. Damit wollen sie der Konkurrenz ein Gegenangebot so schwer wie möglich machen. Dieser Trick hat sogar einen Spitznamen.

FrankfurtSchwierige Situationen erfordern kreative Maßnahmen: Die Deutsche Börse und ihr Londoner Pendant London Stock Exchange (LSE) wollen gemeinsam eine europäische Superbörse bilden. Das Problem: Andere Wettbewerber wollen das verhindern. Nun haben beide Börsen die Straßenfeger losgeschickt, um das Problem zu lösen.

Beide Börsen rekrutieren gleich reihenweise Investmentbanken und Berater, damit diese für Konkurrenten ausfallen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der so genannten „Street Sweep“ (Straßenfegen) gilt als klassisches Abwehrmanöver, um feindliche Übernahmen zu erschweren. Denn wenn die Firmen für die beiden Börsen arbeiten, können sie von den Konkurrenten nicht mehr mandatiert werden.

So sollen Deutsche Börse und LSE laut Insidern beim Who-is-Who der Investmentbanken angeklopft haben: Die LSE, die vom britischen Berater Robey Warshaw betreut wird, soll demnach versuchen, die Großbanken Goldman Sachs, JP Morgan, Royal Bank of Canada, Barclays und Société Général zu rekrutieren. Die Deutsche Börse, die von Perella Weinberg betreut wird, versucht sich an der Deutschen Bank, der Bank of America und der HSBC. Die beiden Börsen und die Banken wollten den Berichte nicht kommentieren.

Seite 1:

Mit Trick 17 zur Börsenfusion

Seite 2:

Fusion „unter Gleichen“ geplant

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%