Deutsche Pfandbriefbank
Heta-Abschreibungen drücken auf pbb-Bilanz

Die Auflösung der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria drückt auf die Bilanz der Deutschen Pfandbriefbank. Die mit Steuermilliarden gerettete Immobilienbank hat zum Jahresstart trotzdem mehr Geld verdient.
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MünchenDie Kernbank der mit Steuermilliarden geretteten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), die Deutsche Pfandbriefbank, hat zum Start ins Jahr deutlich mehr Geld verdient. Allerdings drückte die Auflösung der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria (HGAA) dem Immobilienfinanzierer deutlich auf die Bilanz.

Trotz der hohen Wertberichtigung konnte die Bank beim Vorsteuergewinn im ersten Quartal aber um mehr als ein Drittel zulegen und verbuchte rund 51 Millionen Euro, wie die Bank am Dienstag in München mitteilte.

Im April hatte die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) mitgeteilt, nochmals 79 Millionen Euro auf Forderungen an die Bad Bank der HGAA, die sogenannte Heta, abzuschreiben. Schon im vergangenen Jahr hatte die Kernbank der HRE Forderungen an die Heta aus ihrer Bilanz gestrichen und dadurch im vierten Quartal sogar einen Verlust verbuchen müssen. Für 2014 blieb der Bank noch ein Vorsteuergewinn von 54 Millionen - nun verdiente die pbb bereits im Startquartal fast so viel Geld.

„Die pbb Deutsche Pfandbriefbank ist mit Schwung in das Jahr 2015 gestartet. Das gute Vorsteuerergebnis und das starke Neugeschäft geben uns Rückenwind für das Geschäftsjahr 2015“, sagte Co-Chef Andreas Arndt.

Die pbb macht als Tochter der HRE-Konzerns inzwischen das Geschäft der einstigen Krisenbank. Die HRE war 2009 notverstaatlicht worden. Altlasten in Höhe von damals rund 170 Milliarden Euro wurden im Oktober 2010 in eine Bad Bank, die FSMW, ausgelagert, um der Bank einen Neustart zu ermöglichen - und die Bank wieder privatisieren zu können. Dieser Prozess läuft bereits.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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