Deutsche Pfandbriefbank
Interesse an Depfa „zufriedenstellend“

Der deutsch-irische Staatsfinanzierer Depfa Bank soll verkauft werden: Die Deutsche Pfandbriefbank kann sich bisher nicht über zu wenig Angebote beklagen – Interesse haben wohl vor allem Finanzinvestoren geäußert.
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MünchenDer zum Verkauf stehende deutsch-irische Staatsfinanzierer Depfa Bank stößt bei Interessenten auf Resonanz. „Es gibt eine zufriedenstellende Zahl von Angeboten, die eingegangen sind und jetzt geprüft werden“, sagte ein Sprecher der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) am Montag, ohne Namen zu nennen.

Die pbb ist der Nachfolger der in der Finanzkrise verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE). Mit der Depfa versucht der Bund zum ersten Mal einen Teil der HRE zu privatisieren, dem mit Abstand teuersten Sanierungsfall in der deutschen Finanzwirtschaft. Die Depfa muss bis Ende 2014 auf Geheiß der EU verkauft werden. Wenn das nicht gelingt, droht ihr die Abwicklung. Die pbb selbst muss bis Ende 2015 privatisiert sein.

Interesse an der Depfa haben vor allem Finanzinvestoren geäußert, wie es in Finanzkreisen hieß. Zuletzt waren der IKB-Eigentümer Lone Star sowie Apollo, JC Flowers, Cerberus, KKR und Blackstone als Bewerber genannt worden.

Die ersten indikativen Angebote für die Depfa waren in der vergangenen Woche fällig gewesen. Die Citigroup, die den Verkaufsprozess organisiert, wollte sich nicht dazu äußern. Mit einem Abschluss des Verfahrens wird nicht vor Anfang 2014 gerechnet. Nach Einschätzung von Bankern wird es schwer werden, die Depfa an den Mann zu bekommen.

Für Finanzinvestoren ist es relativ teuer, eine Bank zu refinanzieren, womit sich ihre Renditehoffnungen nur schwer erfüllen lassen.

Die Depfa, die die Krise der HRE maßgeblich ausgelöst hatte, ist im Moment eine stillgelegte Finanzierungs-Plattform. Mit einer irischen und einer Luxemburger Lizenz kann sie gedeckte Anleihen begeben, hat aber keine deutsche Pfandbrief-Lizenz. Doch darf die in Dublin ansässige Bank bereits seit 2009 kein Neugeschäft mehr schreiben.

Trotzdem sitzt sie noch auf einer Bilanzsumme von 73 Milliarden Euro, davon 51 Milliarden Euro im Kerngeschäft. Im ersten Halbjahr 2013 schrieb das Institut drei Millionen Euro Gewinn vor Steuern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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