Deutsche Pfandbriefbank
Nachfolger der Hypo Real Estate übertrifft Gewinnziel

Der Nachfolger der Pleitebank Hypo Real Estate steigert seinen Gewinn um ein Drittel. Die Pfandbriefbank profitiert dabei vom boomenden Immobilienmarkt – und einem Sondereffekt.
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MünchenDer Aufschwung am Immobilienmarkt beschert der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) Rückenwind. Im vergangenen Jahr steigerte der Nachfolger der in der Finanzkrise kollabierten Hypo Real Estate (HRE) seinen Vorsteuergewinn um ein Drittel auf 165 Millionen Euro, wie das Institut am Montag in München mitteilte. Angepeilt hatte das Institut rund 150 Millionen Euro.

Das Neugeschäft stieg um knapp die Hälfte auf 8,2 Milliarden Euro. Viele Investoren stecken angesichts niedriger Zinsen verstärkt Geld in Gewerbeimmobilien, auch andere Immobilienbanken gaben deshalb zuletzt viele Kredite aus.

Die PBB profitierte bei ihrem Gewinnanstieg 2013 allerdings auch von einem Sondereffekt: Der Verkauf einer ihr zugefallenen Immobilie spülte 37 Millionen Euro mehr Geld in die Kasse, als die Umstellung der Derivate-Bewertung kostete.

Ohne diesen einmaligen Ertrag wäre der Vorsteuergewinn nur leicht auf 128 Millionen Euro gestiegen. „Die PBB Deutsche Pfandbriefbank hat im Jahr 2013 ihre Ertragskraft ebenso bewiesen wie ihre Stärke im Vertrieb und an den Refinanzierungsmärkten“, sagte Konzernchefin Manuela Better laut Mitteilung. Die Bank werde den Kurs fortsetzen und den Schwerpunkt darauf legen, die HRE „reprivatisierungsfähig“ zu machen.

Im laufenden Jahr peilt Better ein Vorsteuerergebnis von mehr als 140 Millionen Euro an. Das Neugeschäft soll erneut deutlich zulegen.

Die Hypo Real Estate stand in der Finanzkrise vor dem Aus und konnte nur dank staatlicher Hilfen im Volumen von zeitweise mehr als 100 Milliarden Euro gerettet werden. Die gefährlichsten Wertpapiere und Kredite wurden an die Bad Bank FMS ausgelagert, um mit der PBB einen Neuanfang wagen zu können. Die Bilanzsumme der Bank sank im vergangenen Jahr um knapp ein Viertel auf 74 Milliarden Euro.

Neben dem Geschäft mit gewerblicher Immobilienfinanzierung bietet die PBB inzwischen auch Tages- und Festgeldkonten für Privatanleger. Das Volumen der Einlage in diesem jungen Geschäftsfeld kletterte seit dem Start vor rund einem Jahr inzwischen auf mehr als eine Milliarde Euro.

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  • Na, da können ja bald die Verluste in der BadBank bezahlt werden!
    Oder sind das Verluste, die der Steuerzahler zahlen muß?

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