Deutschlandchef kündigt weitere Zusammenarbeit an: Swiss Life setzt auf Versorgungswerke

Deutschlandchef kündigt weitere Zusammenarbeit an
Swiss Life setzt auf Versorgungswerke

Der Lebensversicherer Swiss Life verhandelt mit weiteren Versorgungswerken über eine Zusammenarbeit. Namen nannte Deutschlandchef Manfred Behrens im Gespräch mit dem Handelsblatt jedoch nicht. „Ohne eine Beteiligung an solchen Versorgungswerken wird der Versicherungsverkauf an Firmen und deren Mitarbeiter immer schwieriger“, sagte Behrens. „Die Metallrente ist für uns der Ritterschlag.“

HB DÜSSELDORF. Zu Beginn des Jahres haben die Schweizer sich an dem größten europäischen Versorgungswerk „Metallrente“ beteiligt, um ihre Position auf dem deutschen Markt zu stärken. Bisher rangieren die Schweizer in der betrieblichen Altersversorgung auf Platz fünf hinter Allianz, Gerling, Hamburg-Mannheimer und Victoria. Die Metallrente ist Ende 2001 wie andere Versorgungswerke auch im Zuge der Rentenreform gegründet worden. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer ein Anrecht auf steuerfreies Ansparen einer Betriebsrente. Gründer der Metallrente sind die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie. Dem Anbieterkonsortium unter Führung der Allianz Lebensversicherungs-AG gehören noch Victoria, BHW und die WestLB an. Erst kürzlich sind neben Swiss Life noch die Hamburg-Mannheimer, R+V und die Volksfürsorge als neue Partnergesellschaften hinzu gekommen. Die Initiatoren versprechen sich davon eine Belebung des enttäuschend verlaufenen Geschäfts. Vor allem die Hamburg-Mannheimer, R+V und Volksfürsorge verfügen über breit aufgestellte Vertriebe. Damit soll der Verkauf angekurbelt werden. Bisher waren statt der erwarteten 400 000 Verträge im ersten Jahr insgesamt nur 136 000 Policen abgeschlossen worden.

Andere Versorgungswerke, wie die auf Arzthelferinnen ausgerichtete Gesundheitsrente, haben ebenfalls Absatzschwierigkeiten. Die generelle Ursache fasst ein Vermittler so zusammen: „Die Beratung ist aufwendig, die Provision bescheiden.“ Die Verantwortlichen haben inzwischen aber reagiert und die Verdienstmöglichkeiten für die Vermittler sowohl bei der Metall- als auch bei der Gesundheitsrente nachgebessert. Das geht allerdings zu Lasten der Rendite.

Vor dem Start der neuen Vorsorgeform unterschätzten viele in der Assekuranz auch den Beratungsaufwand. Zwar konnten vielfach Rahmenverträge mit Firmen abgeschlossen werden. Doch dies ist nur die halbe Miete, schließlich müssen alle Arbeitnehmer in einem zweiten Schritt individuell überzeugt werden.

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