Devisenhandel
Goldman Sachs verzockt eine Milliarde

Bei der Präsentation der Quartalszahlen sprach Goldman Sachs von „Problemen im Devisengeschäft“. Nun zeigt sich, wie groß die Probleme sind. Das Institut verspielte im Devisenhandel eine Milliarde Dollar.
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New YorkDie US-Großbank Goldman Sachs hat im dritten Quartal mehr als eine Milliarde Dollar mit Währungsgeschäften verloren. Das geht aus Mitteilungen an die US-Wertpapieraufsicht SEC sowie die Notenbank Fed hervor. Die weltgrößte Investmentbank hatte bei der Veröffentlichung der Bilanz für das dritte Quartal zwar von Problemen im Devisengeschäft gesprochen, Details wurden allerdings nicht genannt.

Wie aus den Dokumenten hervorgeht, waren Devisen der einzige Verlustbringer im Handel. Insgesamt summierten sich die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen auf 1,3 Milliarden Dollar - so wenig wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise vor fünf Jahren nicht mehr. Zwei Insider sagten, die Währungsprobleme gingen vor allem auf die Positionierung in Schwellenländern zurück - die dortigen Währungen hatten teils deutlich an Wert verloren.

Zudem habe Goldman mit einem früheren Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes in den USA gerechnet. Spekulationen hierüber hatten in den vergangenen Monaten für eine Berg- und Talfahrt der Kurse an den Anleihe- und Devisenmärkten gesorgt. Ein Sprecher der Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Goldman konnte den Gewinnrückgang im dritten Quartal 2013 dank eines strengen Sparkurses auf zwei Prozent begrenzen - es standen 1,4 Milliarden Dollar zu Buche und damit etwas mehr als erwartet. Doch die Aussichten für das Jahresende seien eher durchwachsen, gestand Vorstandschef Lloyd Blankfein damals ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisenhandel: Goldman Sachs verzockt eine Milliarde"

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  • Meldung passt!

    Gerade hat sich Goldman Sachs 45 Tonnen von Venezuela geliehen und damit letztlich in den Einflussbereich der USA transferiert.

    Mit Chavez hätten die Amis das nie gemacht.

    Jetzt müssen sich o.g. Meldungen noch häufen und die USA konfiszieren den Goldbestand von Goldman Sachs. So beschafft man das Gold, das man benötigt, um der Deutschen Bundesbank wieder zurückzugeben.

    Das Thema NSA mutiert dagegen nur zu einer Randnotiz.

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