Devisenhandel
Millionenrüffel für die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank wird als erstes Kreditinstitut dafür bestraft, dass sie gegen ein amerikanisches Anti-Spekulationsgesetz verstoßen hat. Kleines Trostpflaster: Den Devisenskandal kann das Institut wohl bald abhaken.
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FrankfurtDie amerikanische Notenbank Fed hat gegen die Deutsche Bank eine Millionenbuße verhängt. Insgesamt 156,6 Millionen US-Dollar soll das Kreditinstitut wegen mangelhafter interner Kontrollen im Handelsgeschäft zahlen. Das geht aus einer Mitteilung der US-Notenbank hervor.

Dabei gelingt der Deutschen Bank sogar noch eine Premiere: Mit einem Teil der Geldbuße, genauer 19,7 Millionen Dollar, bestraft die Fed die Deutsche Bank dafür, dass sie gegen die so genannte „Volcker-Rule“ verstoßen hat, also gegen ein US-Gesetz, das Banken den Wertpapier- und Devisenhandel auf eigene Rechnung verbietet. Das ist auf den ersten Blick eine kleine Summe, doch der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge ist es das erste Mal, dass überhaupt eine Bank wegen eines Verstoßes gegen die Volcker-Rule in nennenswertem Umfang bestraft wurde.

Immerhin: Die US-Notenbank unterstellt der Bank nicht, dass sie illegal spekuliert hat. Sanktioniert wurde die Bank dafür, dass sie im März 2016 noch nicht alle Kontrollen installiert hatte, mit denen illegale Spekulationsgeschäfte verhindert werden sollen, wie aus der Begründung der Fed für ihren Bußgeldbescheid hervorgeht. Die Bank muss nun schriftlich einen Plan einreichen, wie sie diese Kontroll-Schwächen beheben möchte. Die Fed lobt die Bank dabei ausdrücklich dafür, dass sie bei den Untersuchungen kooperiert hat und dass sich auch schon einiges gebessert hat.

Auch beim zweiten Teil der Millionenstrafe der Fed geht es um mangelhafte Kontrollen: Händler der Deutschen Bank waren nämlich auch an Betrügereien am billionenschweren Devisenmarkt beteiligt. Das kostete die Bank 136,9 Millionen Dollar. Damit ahndete die US-Notenbank Verstöße, die zwischen den Jahren 2008 und 2013 stattgefunden hatten. Der Hauptvorwurf gegen die Deutsche Bank lautete dabei, dass sie nicht verhinderte, dass ihre Devisenhändler sich mit Händlern anderer Kreditinstitute am Devisenmarkt absprechen konnten. „Die mangelhaften Richtlinien und Prozesse hinderten die Bank daran, unsicheres und ungesundes Verhalten einiger ihrer Devisenhändler aufzudecken und anzugehen“, heißt es im Fed-Bericht.

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