Die Finanzdienstleister wollen ihre Marken aufpolieren: Das Sportsponsoring boomt bei den Fondsgesellschaften

Die Finanzdienstleister wollen ihre Marken aufpolieren
Das Sportsponsoring boomt bei den Fondsgesellschaften

Investmentgesellschaften und andere Finanzdienstleister reißen sich um Top-Athleten und Mannschaften. Im Spiel sind neben DWS und DIT unter anderem Cominvest, Frankfurt-Trust, Threadneedle, Quadriga, darüber hinaus die Vermögensberatung DVAG und der Finanzvermittler AWD

FRANKFURT/M. Wenn am 28. Februar der Vfl Bochum gegen Hansa Rostock aufläuft, werden die Spieler der Ruhrrevier-Mannschaft ein verändertes Trikot tragen. Dann hat Sponsor DWS, Deutschlands größte Fondsgesellschaft, das Firmenlogo um den Schriftzug „Nr. 1 in Fonds ergänzt“. Das sehen Millionen Zuschauer an den Bildschirmen, nehmen Millionen an den nächsten Tagen auf den Fotos in der Sportberichterstattung der Zeitungen wahr. Damit haben die Marketingstrategen ihr Ziel erreicht.

Die Aktion wirft ein Schlaglicht auf den plötzlichen Boom beim Sponsoring. Vor vielen Jahren zählten die Deutsche-Bank-Gesellschaft DWS mit Oliver Bierhoff und der heute zur Allianz gehörende DIT mit seiner Bandenwerbung bei Spielen der Fußball-Nationalmannschaft zu den Vorreitern. Jetzt reißen sich die Investmentgesellschaften und andere Finanzdienstleister um Top-Athleten und Mannschaften. Im Spiel sind außer den genannten Häusern unter anderem Cominvest, Frankfurt-Trust, Threadneedle, Quadriga, darüber hinaus die Vermögensberatung DVAG und der Finanzvermittler AWD. Das meiste Geld wird im Fußball bezahlt: es geht meist um siebenstellige Summen pro Saison. In Disziplinen mit geringerer Breitenwirkung reichen teilweise schon fünfstellige Beträge.

Anlegerschützer beurteilen die Ausgaben gelassen. „Die Gelder drücken nicht die Fondsrenditen, sondern gehen zu Lasten der Muttergesellschaften, treffen demnach die Aktionäre“, sagt DSW-Geschäftsführer Klaus Nieding. Aber angesichts der Gesamtausgaben im zweistelligen Milliardenbereich seien diese Kostenposten marginal. „Und wenn der Werbeeffekt positiv ist, dürfen sich die Aktionäre sogar freuen“, ergänzt Nieding.

Beim Kampf um Kunden wird in Zukunft immer häufiger die „starke Marke“ entscheiden. Vermögensverwalter entdecken deshalb den Sport als öffentlichkeitswirksame Werbeplattform. Außerdem können die Firmen die Athleten mit ihren Verkäufern und Kunden zusammenbringen - das motiviert und bindet.

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