Digitalisierung Jeder dritte Banker könnte durch eine Maschine ersetzt werden

Die Digitalisierung schreitet voran. Sie wird Jobs kosten, so viel ist sicher. Auch das Bankgeschäft wird digital umgekrempelt – laut einer neuen Studie stärker als gedacht. Jeder dritte Arbeitsplatz könnte verschwinden.
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Auch an der Wall Street fürchtet man sich vor den Auswirkungen der Digitalisierung. Quelle: dpa
Wall Street

Auch an der Wall Street fürchtet man sich vor den Auswirkungen der Digitalisierung.

(Foto: dpa)

New YorkDie Digitalisierung ist nicht aufzuhalten: Auch bei den Investmentbanken, bisher der Inbegriff für die Geldmaschinen des Finanzsektors, dürften neuen Technologien Einzug halten – und den menschlichen Angestellten rund ein Drittel der Arbeit abnehmen. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey hervor. Der Wandel führt an der Wall Street bereits zu Verlustsorgen – und dürfte laut der Untersuchung möglicherweise in wenigen Jahren vonstatten gehen.

Kognitive Technologien – also Programme oder Maschinen, die Aufgaben ausüben, für die einst das menschliche Gehirn unerlässlich war – sind heute billig genug zu haben, damit Banken sie auch im Breitengeschäft wie etwa dem Handel einsetzen können. Das hat Vorteile: Solche automatisierten Prozesse werden laut McKinsey „Kapazitäten freisetzen“ und es Mitarbeitern ermöglichen, sich auf Aufgaben mit höherem Wert zu konzentrieren. Dadurch könnten unter anderem neue Ideen besser entstehen.

„Der Trend gewinnt wirklich an Fahrt und wird die Branche in den kommenden zwei bis drei Jahren verwandeln“, erklärt Jared Moon, McKinsey-Partner und einer der Autoren der Studie. Das Beratungsunternehmen prognostiziert, dass kognitive Technologien 20 bis 30 Prozent der Mitarbeiter etwa im Handelsgeschäft freisetzen werden.

Die wohl bestbezahlten Praktika der Welt
Bank of America
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Das größte Kreditinstitut der Vereinigten Staaten zahlt seinen Praktikanten im Schnitt 4.570 Dollar im Monat – und liegt damit noch am unteren Ende der Skala der bestbezahlten Praktikantenjobs. Würde man hier ein ganzes Jahr als Praktikant arbeiten, käme man auf ein Jahresgehalt von immerhin 54.840 Dollar.

AIG
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Der 1919 gegründete Finanzdienstleister und Versicherer AIG beschäftigt mehr als 65.000 Mitarbeiter und generiert einen jährlichen Umsatz von gut 58 Milliarden Dollar. Grund genug, den Praktikanten ein vergleichsweise hohes Gehalt zu zahlen: 4.616 Dollar verdiente ein Praktikant durchschnittlich im Monat bei AIG.

Deutsche Bank
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Auch die Deutsche Bank zahlt ihren Praktikanten in den USA ein recht ordentliches Gehalt. Monatlich 4.640 Dollar können Praktikanten durchschnittlich bei dem deutschen Geldhaus einstreichen.

Capital One
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Beim Finanzdienstleister Capital One bewegt man sich schon in einer anderen Gehaltsklasse. Im Schnitt 5.000 Dollar können Praktikanten hier monatlich erwarten – würde das Praktikum ein Jahr dauern, käme man auf 60.000 Dollar Jahresverdienst.

Blackrock
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Auch beim weltweit größten unabhängigen Vermögensverwalter schätzt man die Arbeit der Praktikanten und entlohnt sie entsprechend. 5.400 Dollar zahlt das Unternehmen im Schnitt monatlich an seine Praktikanten.

Bloomberg
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Spitzenreiter unter den Finanzunternehmen ist der Dienstleistungskonzern Bloomberg. Das Unternehmen wurde vom ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg gegründet und bis 2001 von ihm geleitet. Praktikanten verdienen hier im Schnitt 6.400 Dollar im Monat.

Apple
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Auch Unternehmen aus anderen Branchen wie beispielsweise der Technologiekonzern Apple lassen sich ihre Praktikanten einiges kosten. Im Schnitt zahlt Apple 6.400 Dollar im Monat.

Für die Betroffenen sind das keine guten Nachrichten. Längst hat die Automatisierung die Wall Street in Unruhe versetzt, weil Angestellte sich Sorgen machen, dass sie von Maschinen ersetzt werden. Diese Maschinen sind dazu in der Lage, große Datenmengen zusammenzustellen und zu analysieren, Verträge zu interpretieren oder die Kunden zu beraten. Und das sind nur einige der Fähigkeiten, die die Studie beschreibt. Doch es gibt auch eine erfreuliche Nachricht: Unternehmen, die bereits mitten im Wandel stecken, entlassen demnach keine Mitarbeiter.

„Die Technik hilft, wertvollen Experten mehr Zeit für anderes einzuräumen“, sagt Moon. „Die Angestellten müssen neue Fähigkeiten nutzen . Zwar wird manuelle Arbeit zurückgefahren, dafür ist mehr möglich rund um die Themen Analytik, Transformation und Wandel.“

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