Digitalisierung, Lohn, Arbeitszeit
Verdi kämpft für Arbeitnehmer bei Versicherern

Ab Donnerstag hat für Verdi die Versicherungsbranche oberste Priorität. Bei den beginnenden Tarifverhandlungen soll die Bedrohung der Arbeitsplätze durch die Digitalisierung abgemildert werden – und mehr Lohn soll her.
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Frankfurt/Berlin/DüsseldorfDer drohende Stellenabbau in der Versicherungswirtschaft prägt die Tarifverhandlungen für die 170.000 Mitarbeiter der Branche in Deutschland. Die Digitalisierung werde den Arbeitsplatzabbau beschleunigen, den es in fast jedem Unternehmen bereits gebe, erklärte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch. Sie fordert deshalb vor den am Donnerstag in Düsseldorf beginnenden Gesprächen einen Zukunftstarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 ausschließt und flexiblere Arbeitszeiten sowie und mobiles Arbeiten ermöglicht. „Wir sehen die Unternehmen in der moralischen Verpflichtung, ihre Beschäftigten auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen und sie abzusichern“, sagte der Verhandlungsführer von Verdi, Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister.

Die Gewerkschaft geht mit einer Forderung nach 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Tarifrunde. Für Verdi-Mitglieder will sie einen Zuschuss von 80 Euro monatlich für die Altersversorgung.

Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland nannte die Forderungen überzogen. Die Versicherungen wollen sich auch nicht auf die geforderte Laufzeit von nur einem Jahr einlassen. Für sie soll der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Michael Hüther, in der ersten Verhandlungsrunde die wirtschaftliche Lage schildern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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