DIW-Vorschlag

Großbanken sollen an Energiewende mitwirken

Als Gegenleistung für die staatliche Bankenrettung könnten die Institute sich nun an der Energiewende beteiligen, so ein Vorschlag des DIW. Denn auch wegen dieser Ausgaben sei der Staat nun selbst nicht flüssig genug.
6 Kommentare
Die Hochhäuser der Banken in Frankfurt. Quelle: dpa

Die Hochhäuser der Banken in Frankfurt.

(Foto: dpa)

BerlinDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat eine finanzielle Beteiligung der Großbanken an der Energiewende vorgeschlagen. Dies könne eine Gegenleistung für die staatliche Bankenrettung sein, heißt es in dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Vorschlag der DIW-Expertinnen Claudia Kemfert und Dorothea Schäfer. Zur Begründung führen sie aus, dass der Staat wegen der Ausgaben für die Bankenrettung und den Fiskalpakt in seinen finanziellen Möglichkeiten beschränkt sei und die Energiewende deshalb ohne privates Kapital nicht finanzierbar sei.

Beim Umstieg von Atomkraft auf Energie aus erneuerbaren Quellen fallen hohe Kosten an. Teuer dürfte insbesondere der Netzausbau werden, der hohe Investitionen erfordert. Die neuen Netze sind unter anderem nötig, um Windstrom aus dem Norden in die Industriezentren im Westen und Süden Deutschlands zu transportieren.

  • afp
Startseite

6 Kommentare zu "DIW-Vorschlag: Großbanken sollen sich an Energiewende beteiligen"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Großbanken sollen sich an Energiewende beteiligen", stellen Sie sich vor, die "Energy-Wende" kommt und die interessiert keine Sau von Großbanken. Kein Wunder, wenn daraus kein Gewinn erzielt wird.

  • Wozu brauchen wir eigentlich eine "Energiewende"? Wir hatten viele Jahre lang eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung. Wer Angst vor Kernenergie hat, sollte konsequenterweise auch auf Autofahren, Flugzeugfliegen, Schifffahren,Zug fahren Hausarbeit, Gewitter und noch viel mehr verzichten. Warum machen wir kein Referendum: Kernkraft und Kohlestrom ja oder nein. Wenn nein, dann alles abschalten, in Indien ging das ja auch grade.

  • Die Artikel von Fr. Kempfert sollten dem DIW zumindest sehr peinlich sein.

    "Erneuerbare Energien" beruhen auf ökoreligiösen Visionen/Illusionen. In der Realität wird mit wind und Sonne aufgrund der mangelnden Energiedichte und Stetigkeit ein extrem teurer und wertloser Zufallsstrom hergestellt. Demzufolge beruhen alle wind- und Solarenergieprojekte auf extremen Subventionen.

    Die Defizite und die Ueberschuldung der EU Staaten legen nahe, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Europäischen Staaten abnimmt. Damit erscheint es sehr wahrscheinlich, dass die Staaten früher, oder später die Subventionen für "Erneuerbare Energien" ggf. auch rückwirkend reduzieren, oder beenden. Die Kredite für "Erneuerbare Energien" werden damit absebar notleidend.

    Letztlich sind die Empfehlungen der genialen Oeko Oekonomin dazu geeignet eine Welle künftiger Bankenpleiten zu initiieren.

    Vandale

  • Die Lobbyverbände der Banken verhindern doch gerade Anpassungen des EEG, weil die Subvention der Anlagen in Erneuerbaren Energien inzwischen eine wesentliche Gewinnquellen der Banken ist, die längst die Schiffsfinanzierungen abgelöst hat: Banken kassieren Vermittlungsprovisionen für geschlossene Fonds und profitieren von dem hohen Fremdkapitalanteil der meisten Fonds. Die garantierten hohen Vergütungen sichern hohe Rendite ohne Risiko, da die Technologie inzwischen lang abgehangen und ausgereift ist. Und finanziert wird dieser Eigenkapitalaufbau der Banken durch die EEG-Umlage, also praktisch eine unsoziale Kopfsteuer!

  • "Als Gegenleistung für die staatliche Bankenrettung könnten die Institute sich nun an der Energiewende beteiligen, so ein Vorschlag des DIW. Denn auch wegen dieser Ausgaben sei der Staat nun selbst nicht flüssig genug."

    Hugh, das Deutsche Institut für Wirtschaftsschwachsinn hat gesprochen.

    Zuviel Marx lesen schadet ihrer Gesundheit...

  • An lächerlichkeit nicht zu überbieten - einem nackten Mann kann man nicht id die Tasche greifen. - Im übrigen wird die zweifelhafte Finanzkraft der deutschen Banken schon für die Bankenunion benötigt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%