Doppelt so groß wie geplant: Milliardenspritze für Bank of America

Doppelt so groß wie geplant
Milliardenspritze für Bank of America

Die zu den führenden US-Finanzkonzernen zählende Bank of America hat sich über neue Aktien eine massive Finanzspritze von zwölf Mrd. Dollar (8,1 Mrd Euro) verschafft. Das ist doppelt so viel, wie ursprünglich geplant.

HB CHARLOTTE/NEW YORK. Den Schritt hatte die zweitgrößte US-Bank am Mittwoch angekündigt. In der Nacht zum Freitag teilte die Bank in Charlotte (US-Staat North Carolina) jetzt Vollzug mit. Sie sammelte das Geld durch die Ausgabe von Vorzugsaktien ein, die im Gegenzug für eine höhere Dividende kein Stimmrecht haben. Ein Teil der Papiere kann später in stimmberechtigte Aktien umgewandelt werden.

Das Institut hatte in dieser Woche einen Einbruch des Quartalgewinns um 95 Prozent bekanntgegeben. Wegen der Kreditkrise muss die Bank mehr als fünf Mrd. Dollar abschreiben, hinzu kommen knapp zwei Mrd. Dollar zusätzlich für die Risikovorsorge. Finanzchef Joe Price hatte eine Kapitalerhöhung in naher Zukunft in Aussicht gestellt. Damit solle auch die Übernahme der La-Salle-Bank für 21 Mrd. Dollar von der niederländischen ABN Amro sowie der Kauf der Hypothekenbank Countrywide finanziert werden.

Auch andere Banken weltweit hatten sich im Zuge der Krise reihenweise dringend benötigtes frisches Kapital in Milliardenhöhe besorgt. Im Gegensatz zur Bank of America holten sich die meisten Institute allerdings über riesige Paketverkäufe neue Großaktionäre an Bord.

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