Douglas-Angriff: Schweizer Bank könnte Müller helfen

Douglas-Angriff
Schweizer Bank könnte Müller helfen

Bisher kontrolliert der Drogerieunternehmer Erwin Müller über zehn Prozent am Handelskonzern Douglas. Nun könnte die Schweizer Bank Sarasin Müller weitere Anteile an dem Unternehmen ermöglichen.
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DüsseldorfDie Schweizer Bank Sarasin könnte dem Drogerieunternehmer Erwin Müller möglicherweise Zugriff auf weitere Anteile am Handelskonzern Douglas gewähren. Das Geldhaus verfügt nach einer Douglas-Mitteilung vom Mittwoch über eine Reihe von Put-Optionen auf Douglas-Aktien, deren Verfallsdaten sich in weiten Teilen mit Verfallsdaten von Optionsgeschäften decken, auf die Müller selbst Zugriff haben könnte.

Douglas hatte diese Optionen, bei denen Müller Stillhalter ist, bereits im Februar gemeldet. Sarasin könnte nun die Gegenpositionen halten - so verfallen etwa Sarasin-Optionen im April an genau den Tagen, die auch Müller gemeldet hatte. Ein Sprecher der Bank Sarasin wollte sich dazu nicht äußern. Von Müller selbst war am Abend ebenfalls keine Stellungnahme zu erhalten.

Müller pirscht sich seit Monaten an Douglas heran. Der Drogerieunternehmer kontrolliert bereits über zehn Prozent an dem Konzern mit seinen Parfümerien, Buchhandlungen und Schmuckläden und hatte im Februar gemeldet, indirekt Zugriff auf weitere 15,55 Prozent der Douglas-Anteile zu haben.

Unklar ist aber bislang, ob und zu welchem Kurs er die weiteren Anteile kaufen kann oder muss, mit denen er seine Beteiligung auf rund 26,35 Prozent aufstocken würde. Dieser Anteil würde Müller zu einer Sperrminorität verhelfen, mit der der Ulmer Unternehmer die jüngsten Pläne der Eigentümerfamilie um Vorstandschef Henning Kreke durchkreuzen könnte. Sie arbeitet derzeit an Plänen, Douglas von der Börse zu nehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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