Dritter Versuch
Spanien will Bank Catalunya privatisieren

Zwei Versuche einer Rückführung der spanischen Bank Catalunya in Privatbesitz scheiterten. Nun will die Regierung einen neuen Anlauf wagen. Kaufinteressenten sollen mit Staatsgarantien angelockt werden.
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MadridNach zwei gescheiterten Versuchen will die spanische Regierung offenbar einen neuen Anlauf für eine Privatisierung der verstaatlichten Krisenbank Catalunya wagen. Der Startschuss solle in der nächsten Woche fallen, verlautete aus dem Umfeld der Planungen. Die Regierung wolle Kaufinteressenten mit Staatsgarantien anlocken. Zudem solle die Bank beim Kreditportfolio abspecken. Dazu könne ein sieben Milliarden Euro schweres Paket mit zumeist unproblematischen Hypotheken-Papieren ausgelagert und teilweise vom staatlichen Bankenrettungsfonds Frob abgesichert werden. Als Kandidaten für einen Kauf des Geldhauses aus Barcelona gelten die spanischen Großbanken Santander und BBVA. An dem Kreditportfolio sollen Finanzinvestoren interessiert sein – es wäre eines der größten, das bislang in Europa verkauft würde.

Wie viele andere spanische Banken geriet auch Catalunya durch das Platzen der Immobilienblase ins Schlingern. Der Staat musste dem Institut mit zwölf Milliarden Euro unter die Arme greifen. Zwei Versuche für eine Rückführung in Privatbesitz scheiterten bislang, weil Bieter mehr Staatsgarantien forderten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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