Drittgrößter Versicherer plant Abbau von 1250 Stellen bis Ende 2005: AMB Generali plant kein Zukäufe im Inland

Drittgrößter Versicherer plant Abbau von 1250 Stellen bis Ende 2005
AMB Generali plant kein Zukäufe im Inland

In nächster Zeit plant der Versicherer AMB Generali Holding keine Akquisitionen in Deutschland.Am Rande einer Veranstaltung zur Versicherungsbranche am Freitag in München, sagte der Finanzvorstand Dietmar Meister, dass kurzfristig kein Zukauf zu erkennen sei. Vor einigen Jahren habe es noch so ausgesehen, als würde eine Konsolidierung der Branche in Deutschland einsetzen.

HB MÜNCHEN. Am Ende habe sich aber so gut wie nichts getan. „Wir sehen im Moment, dass es bei dem Thema keine große Bewegung gibt“, sagte er.

Meister bekräftigte frühere Aussagen, wonach der drittgrößte deutsche Erstversicherer 2004 einen Gewinn von mindestens 200 Millionen Euro erzielen wollte. „Diese Aussage gilt nach wie vor“, sagte er. AMB Generali hatte sich bereits im November sicher gezeigt, seine Renditeziele für 2004 erreichen zu können. Für das laufende Jahr geht der Versicherer nach früheren Angaben von einer weiteren Steigerung des Gewinns auf mindestens 250 Millionen Euro aus.

Meister sagte, mit dem geplanten Abbau von 1250 Stellen bis Ende 2005 komme das Unternehmen besser voran als geplant. „Das wird auf jeden Fall erreicht“, sagte er. Der Stellenabbau werde früher abgeschlossen oder eben etwas größer ausfallen. Mit Blick auf die niedrigere Nachfrage nach Lebensversicherungen nach den Aufhebung des Steuerprivilegs in diesem Jahr sagte Meister, AMB Generali sei nicht gezwungen, bei Lebensversicherungen laufend viel Neugeschäft zu produzieren, da die Gruppe stark von den laufenden Beiträgen und weniger von den Einmalbeiträgen lebe. „Unser Beitragswachstum 2005 ist schon weitgehend gesichert. Ich muss mir für die nächsten zwei bis drei Jahre keine Sorgen machen“, sagte er.

Die geänderte steuerliche Behandlung von Leben-Policen hatte zum Jahresende 2004 zu einem Nachfrageboom geführt, so dass viele Unternehmen der Branche für 2005 mit einer schwächeren Nachfrage rechnen. Meister verwies darauf, das aus den vielen Neuverträgen im vergangenen Jahr nur für wenige Monate Beiträge bezahlt worden seien, und die Beiträge flössen 2005 nun über das ganze Jahr.

An der Börse legte die im Nebenwerteindex MDax notierte AMB- Generali-Aktie um 1,5 Prozent auf knapp 67 Euro zu.

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