Drogenaffäre Co-Op-Aufsichtsratschef nimmt den Hut

Nachdem einem ehemaligen Manager der britischen Co-operative Bank Drogenkonsum nachgewiesen wurde, zieht Aufsichtsratschef Wardle Konsequenzen. Der überführte Banker wurde zudem von seiner Partei ausgeschlossen.
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Eine Filiale der Co-operarative Bank in London. Quelle: dpa

Eine Filiale der Co-operarative Bank in London.

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LondonIn der Affäre um den Drogenkonsum eines ehemaligen Managers der britischen Co-operative Bank ist am Dienstag der Aufsichtsratschef der Konzernmutter zurückgetreten. Eric Wardle teilte in einem Statement mit, die Enthüllungen über den Drogenkonsum des früheren Chefs der Co-op-Bankensparte, Paul Flowers, hätten eine Reihe ernster Fragen für die Bank aber auch für den Gesamtkonzern aufgeworfen. Als Chef des Aufsichtsrats, der Flowers ins Amt gehoben habe, sei es richtig, zurückzutreten.

Die Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ hatte am Sonntag Bilder veröffentlicht, die Flowers beim Ankauf von illegalen Drogen wie Kokain und Crystal Meth zeigen. Die Labour-Partei hatte den ehemaligen Kommunalpolitiker bereits am Sonntag ausgeschlossen. Er hatte den Drogenkonsum zugegeben.

Die Co-operative Group ist ein genossenschaftlich organisierter Mischkonzern mit 100 000 Beschäftigten. Die Bankensparte gilt als Problemfall und trug maßgeblich zu einem Verlust von 559 Millionen Pfund im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres bei. Der Bankenarm war bisher die größte Sparte des Mischkonzerns.

  • dpa
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