Druckmaschinen-Hersteller: Rettung von Manroland vorm Abschluss

Druckmaschinen-Hersteller
Rettung von Manroland vorm Abschluss

Die Verkaufsverhandlungen beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland stehen kurz vorm Abschluss: Am Mittwoch wird über die Bieterkonzepte entschieden. Die Chancen auf den Erhalt aller drei Standorte stehen gut.
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AugsburgDie Manroland-Niederlassungen in Augsburg, Offenbach und Plauen können offenbar durch Verkauf erhalten werden. Davon sei "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" auszugehen, erklärte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Montag in Augsburg. Die Verhandlungen über einen Verkauf von Manroland stünden unmittelbar vor dem Abschluss. "Wir haben inzwischen zwei Bieterkonzepte auf dem Tisch, die am kommenden Mittwoch dem Gläubigerbeirat zur Entscheidung vorgelegt werden", unterstrich Schneider.

Bei den beiden Bietern handelt es sich einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" zufolge um den US-Investor Platinum Equity und einen industriellen deutschen Investor. Platinum Equity solle 100 Millionen Euro für die Werke in Augsburg, Offenbach und Plauen geboten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Beschäftigtenkreise. Der deutsche Interessent hingegen wolle nur das Werk Augsburg übernehmen.

Insolvenzverwalter Schneider erklärte, die Gespräche mit den einzelnen Bietern seien kompliziert gewesen und hätten unter hohem Zeitdruck gestanden. Die vorliegenden Angebote würden den Mitgliedern des Gläubigerbeirates nun ergebnisoffen präsentiert. "Ich gehe davon aus, dass wir am Mittwochnachmittag mit den Gläubigervertretern und sicherungsgebenden Banken eine Einigung erzielen werden." Im Anschluss könnten dann die letzten Vertragsdetails mit dem Käufer oder mit mehreren Käufern ausgehandelt werden.

In diesem Zusammenhang sollen laut Schneider auch mit den Arbeitnehmervertretern die endgültigen Zahlen über den erforderlichen Stellenabbau festgelegt werden. Schneider betonte, dass der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze bei ihm ganz oben auf der Agenda stehe.

Der IG Metall forderte „Lösungen für die Beschäftigten, nicht für die Banken“. Der US-Finanzinvestor habe noch keine konkreten Aussagen zu Erhalt oder Abbau der Arbeitsplätze gemacht. „Nun steht zu befürchten, dass die Gläubigerbanken auf dieses augenscheinlich lukrative Angebot aufspringen um vorrangig ihre ausstehenden Forderungen zu begleichen“, warnte die Gewerkschaft.

Der Konzern beschäftigt 6.500 Mitarbeiter, davon 5.000 an den drei deutschen Standorten. Manroland hatte Anfang Dezember Insolvenzantrag gestellt und erklärt, es seien Aufträge ausgeblieben. Zudem sei ein möglicher Geldgeber überraschend abgesprungen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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