Düsseldorfer Hypothekenbank
Düsseldorfer Bank geriet in den Strudel

Eine Nachschussforderung der Derivatebörse Eurex, ein sogenannter Margin Call, könnte den Fast-Zusammenbruch der Düsseldorfer Hypothekenbank ausgelöst haben. Davon gehen informierte Kreise aus.
  • 0

DüsseldorfDer Beinahe-Zusammenbruch der Düsseldorfer Hypothekenbank AG ist laut informierten Kreisen teilweise durch eine Nachschussaufforderung der Derivatebörse Eurex, einen sogenannten Margin Call, ausgelöst worden. Die DüssHyp wurde in den Strudel um die österreichische Bad Bank Heta Asset Resolution AG gezogen.

Die Eurex habe DüssHyp aufgefordert, zusätzliche Sicherheiten zu stellen, da der deutschen Bank Abschreibungen auf die Heta-Anleihen im Volumen von 348 Mio. Euro in ihrem Portfolio drohten, berichten mit dem Vorgang vertraute Personen.

Das durch die Heta-Verluste geschmälerte Kapital sowie der zusätzliche Sicherheiten-Bedarf zwang die Hypothekenbank, die umfangreiche Swaps in ihren Büchern stehen hatte, um eine Rettung nachzusuchen, hieß es weiter. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) kündigte am 15. März an, er werde die DüssHyp stützen.

Einen Tag später erwarb der Verband die vor allem in der Staatsfinanzierung tätige Bank von der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Lone Star Funds.

Die Nachwehen der Abwicklung der österreichischen Heta, die als erste Bank nach den neuen EU-Richtlinien abgewickelt wird, zeigen, wie der Zusammenbruch einer Bank sich auf eine Region auswirken kann. Bei deutschen und österreichischen Kreditinstituten hat die Abwicklung Finanzlücken gerissen, gleichzeitig bewerten Investoren die 1,3 Billionen Euro an Anleihen mit staatlichen Garantien im Euroraum neu.

Von Lars Hofer, Sprecher des BdB, und DüssHyp-Sprecherin Barbara Hugo-Dilworth war keine Stellungnahme zu erhalten. Auch Frank Herkenhoff, Sprecher der Eurex-Mutter Deutsche Börse AG, wollte sich zum Thema nicht äußern.

Seite 1:

Düsseldorfer Bank geriet in den Strudel

Seite 2:

„Weckruf für alle Regulierer weltweit“

Kommentare zu " Düsseldorfer Hypothekenbank: Düsseldorfer Bank geriet in den Strudel"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%