Durchschnittlich zwei Prozent: Commerzbank zahlt Außertariflichen mehr Geld

Durchschnittlich zwei Prozent
Commerzbank zahlt Außertariflichen mehr Geld

Die Commerzbank erhöht die Gehälter der außertariflichen Mitarbeiter. Die Bank begründet die Anhebung mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Ein Großteil der Erhöhung soll sich nach der individuellen Leistung richten.
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FrankfurtRund die Hälfte der Belegschaft der Commerzbank darf zum 1. Oktober eine Gehaltserhöhung um durchschnittlich zwei Prozent erwarten. Die Commerzbank erhöht dann zum ersten Mal seit zwei Jahren die Gehälter ihrer außertariflich bezahlten Mitarbeiter, wie Personalchef Frank Annuscheit am Donnerstag in einer Reuters vorliegenden internen Mitteilung ankündigte. Ein Commerzbank-Sprecher begründete die Anhebung mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Mindestens die Hälfte der Erhöhung soll sich nach der individuellen Leistung richten. Von den 53.000 Mitarbeitern der zweitgrößten deutschen Bank wird nur rund die Hälfte nach dem Branchentarif für die Privatbanken entlohnt.

Die Tarif-Mitarbeiter hätten in den vergangenen Jahren im Schnitt größere Gehaltssteigerungen bekommen als der Rest der Belegschaft, erklärte Annuscheit. Die außertariflichen Kräfte (AT) mussten sich im Schnitt seit fünf Jahren mit weniger als einem Prozent mehr begnügen. Das habe dazu geführt, dass das höchste Tarifgehalt inzwischen so hoch sei wie das niedrigste AT-Gehalt.

Der Personalchef rechtfertigte auch, dass die Commerzbank Boni zahlt. Anfang Februar hatten Medien den Jahresgewinn der Bank von 78 Millionen Euro den erwarteten Bonus-Zahlungen von mehr als 300 Millionen Euro gegenübergestellt. „Für die große Mehrheit der AT-Mitarbeiter ist diese individuelle Vergütung nichts anderes als ein 13. Monatsgehalt“, schrieb Annuscheit. Vorstandschef Martin Blessing hatte wegen des niedrigen Gewinns auf einen Bonus verzichtet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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