DZ-Bank
DZ-Bank hat für 2011 Milliardengewinn vor Augen

Nach einem guten Quartalsergebnis peilt die DZ Bank 2011 erneut einen Milliardengewinn an. Und das obwohl bei den beiden wichtigsten Töchtern die Ergebnisse leicht zurückgingen.
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Frankfurt Die DZ Bank hat im ersten Quartal 2011 erneut mehr als eine halbe Milliarde Euro verdient. Mit 513 Millionen Euro erreichte der Gewinn des genossenschaftlichen Spitzeninstituts beinahe das Vorjahresniveau von 546 Millionen Euro, wie DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch am Dienstag auf der Hauptversammlung sagte. Bei den beiden wichtigsten Töchtern, der Fondsgesellschaft Union Investment und der Bausparkasse Schwäbisch Hall, seien die Ergebnisse leicht zurückgegangen. Kirsch hofft, im Gesamtjahr an die 1,6 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern von 2010 anzuknüpfen: "Mit Sicherheit wären wir zufrieden, wenn sich zum Jahresende ein Ergebnis in ähnlicher Höhe ergeben würde", sagte der Vorstandschef laut dem Reuters vorliegenden Redetext.

Kirsch bezifferte erstmals die Bankenabgabe, mit der die DZ Bank rechnet: Von den in diesem Jahr eigentlich fälligen rund 86 Millionen Euro werde sie nur 42 Millionen zahlen müssen, da die neu eingeführte Abgabe auf 15 Prozent des Nettogewinns gedeckelt ist. Den Rest muss die DZ Bank in den Folgejahren nachzahlen.

Die Anforderungen des neuen Kapital-Regelwerks "Basel III" will die DZ Bank aus eigener Kraft erfüllen. Eigenkapital sei ein knappes Gut, sagte Kirsch. Die DZ Bank setze auf die langen Übergangsfristen, die die Aufseher den Banken einräumen. Ende März lag die harte Kernkapitalquote - ohne die unter Basel III nicht mehr anerkannten Mischformen von Eigen- und Fremdkapital - bei 8,5 Prozent und damit über den künftigen Anforderungen. Nach dem derzeit geltenden Maßstab lag die Kernkapitalquote bei 11,4 Prozent.

Teambank bekommt frisches Kapital

Dem erfolgreichen Ratenkreditfinanzierer TeamBank, an dem die DZ Bank 91 Prozent hält, schießt sie bereits jetzt bis zu 175 Millionen Euro zu. Neben den verschärften Anforderungen der Regulierer gehe es auch darum, das Wachstum des "easyCredit" zu unterlegen, sagte der neuen Teambank-Chef Alexander Boldyreff. Der Ratenkreditbestand des Instituts war im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gewachsen, während der Markt nur um zwei Prozent zulegte. Auch im ersten Quartal 2011 legten die Ratenkredite um zehn Prozent zu.

Die TeamBank betreibt selbst kein Einlagengeschäft und ist zur Refinanzierung daher fast vollständig auf den Mutterkonzern angewiesen. Mit der Kapitalerhöhung steigt die Kernkapitalquote zwar auf neun von sechs Prozent. Davon besteht aber ein großer Teil aus rund 230 Millionen Euro Stillen Einlagen, die ab 2013 nach und nach nicht mehr als Kapitalbasis anerkannt werden. Sie müssten deshalb in den nächsten Jahren ebenfalls in Kernkapital umgewandelt werden, sagte Finanzvorstand Christian Polenz.

Auch für 2011 stellt die TeamBank ein deutliches Wachstum in Aussicht, der Gewinn soll in diesem und im nächsten Jahr weiter steigen. 2010 verdoppelte sich das Ergebnis vor Steuern fast auf 84,8 (42,9) Millionen Euro. Zudem überwies die TeamBank 148,5 (136,3) Millionen Euro an die Volks- und Raiffeisenbanken, die ihr drei Viertel des Geschäfts vermitteln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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