DZ und WGZ Bank
Einigung nach zähen Verhandlungen

Kurz vor dem Zusammenschluss haben sich Vorstand und Betriebsräte von DZ Bank und WGZ Bank auf einen Sozialplan verständigt. Die Einigung soll die Folgen der Fusion abfedern. Sie kam nach zähen Verhandlungen zustande.

Frankfurt Vorstand von DZ Bank und WGZ Bank sowie die jeweiligen Betriebsräte haben sich darauf verständigt, wie sie die Folgen der Fusion der beiden Geldhäuser abfedern wollen. Sie einigten sich nach zähen Verhandlungen auf einen Sozialplan und einen Interessenausgleich. Die zwei Geldhäuser wollen im Zuge des Zusammenschlusses, der am 1. August umgesetzt wird, rund 700 Vollzeitjobs abbauen – das entspricht etwa 1000 Jobs.

„Die wesentlichen vereinbarten Sozialplanleistungen konzentrieren sich auf die Möglichkeiten zum freiwilligen Ausscheiden und die finanzielle Unterstützung bei einem Standortwechsel“, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Da beide Seiten zunächst nicht übereinkamen, wurde eine Einigungsstelle eingeschaltet.

Die DZ Bank und die WGZ Bank sind die Spitzeninstitute der rund 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Unter anderem will das fusionierte Geldhaus, das DZ Bank heißen wird, Mitarbeiter, die an einen anderen Standort wechseln, finanziell unterstützen.

Die größere DZ hat ihren Hauptsitz in Frankfurt, die WGZ in Düsseldorf. Ende 2014 beschäftigten die beiden Geldhäuser zusammen knapp 5.700 Menschen. Zugleich soll es einen Kündigungsschutz von fünf Jahren geben, was in einer Grundsatzvereinbarung von Betriebsrat und Management bereits festgeschrieben worden war.

Die Volks-und Raiffeisenbanken, die Eigentümer von DZ und WGZ Bank sind, hatten der Fusion Ende Juni mit großer Mehrheit zugestimmt. In beiden Hauptversammlungen votierten je fast 100 Prozent der Eigner für den Zusammenschluss. Es entsteht damit die drittgrößte Geschäftsbank Deutschlands.

Die fusionierte Bank will jährlich 100 bis 150 Millionen Euro einsparen beziehungsweise mehr Ertrag erzielen. Auch die Eigentümer sollen profitieren. Sie sollen sich zum Beispiel effizienter refinanzieren können und mehr Firmenkunden mit größeren Krediten versorgen können, wie DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch sagte.

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