Einigung mit US-Behörden
UBS zahlt 885 Millionen Dollar

Ohne eine Schuld anzuerkennen hat sich die Schweizer Großbank UBS mit amerikanischen Behörden geeinigt, einen Streit über umstrittene Hypothekenpapiere beizulegen. Die Bank muss aber tief in die Tasche greifen.
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WashingtonDie Schweizer Großbank UBS hat ihren Rechtsstreit in den USA über umstrittene Hypothekengeschäfte durch eine Zahlung von 885 Millionen Dollar (666 Millionen Euro) beigelegt. Die UBS hatte jüngst bereits mitgeteilt, sich mit der FHFA grundsätzlich geeinigt zu haben, nicht aber die Höhe der Zahlung bekannt gegeben.

Die für die beiden größten staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zuständige Aufsichtsbehörde FHFA gab den Vergleich am Donnerstag bekannt. Demnach zahlt UBS rund 415 Millionen Dollar an Fannie Mae und 470 Millionen Dollar an Freddie Mac. Im Gegenzug lasse die FHFA ihre Vorwürfe fallen, das Schweizer Geldhaus habe die beiden bei Hypotheken-Geschäften in die Irre geführt. Fannie Mae und Freddie Mac hatten nach dem Platzen der US-Immobilienblase 2008 hohe Verluste erlitten und mussten verstaatlicht werden.

Die Einigung bedeute kein Schuldeingeständnis der UBS. Mit ähnlichen Vorwürfen war die Behörde auch gegen die Deutsche Bank und zahlreiche weitere Institute vorgegangen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Einigung mit US-Behörden: UBS zahlt 885 Millionen Dollar"

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  • Dumm für die besseren Profis. Der erst unterlegene Yankee refinanziert sich dann halt über sein flexibles Rechtssystem.
    Dass er seinen eigenen Schrott überteuert gekauft hat, ist irrelevant.

  • bei diesen Hypothekengeschäften saßen sich absolute Profis gegenüber und jetzt behauptet derjenige bei dem das Geschäft nicht zu seinen Gunsten gelaufen ist das er in die Irre geführt worden ist.
    Und die Aufsichtsbehörden und Gerichte unterstützen diese Vorgehensweise.

  • Und mit derselben Akribie wird Uncle Sam nun die ausseramerikanischen Gläubiger der beiden FM´s entschädigen.

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