Einlagensicherung Deutsche Banken müssen noch Milliarden einzahlen

Damit Bankeinlagen gegen Ausfälle abgesichert sind, sind Institute gesetzlich dazu verpflichtet, einen gewissen Betrag einzuzahlen. Die deutschen Geldhäuser hinken hinterher. Allerdings scheint alles genau kalkuliert.
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Damit das Bargeld auch weiterhin aus dem Automaten kommt, sollen die Banken Geld hinterlegen. Quelle: dpa
Einlagensicherung

Damit das Bargeld auch weiterhin aus dem Automaten kommt, sollen die Banken Geld hinterlegen.

(Foto: dpa)

FrankfurtIn der gesetzlichen Einlagensicherung der deutschen Banken klafft nach Berechnungen von Barkow Consulting eine Lücke von 7,8 Milliarden Euro. So viel müssten die Institute einzahlen, damit – wie gefordert – 0,8 Prozent der geschützten Einlagen abgedeckt seien, berichtete die Düsseldorfer Beratungsfirma am Donnerstag. Das sei die größte Lücke aller von der EU-Regulierungsbehörde EBA betrachteten 31 Länder. Europaweit fehlen in den Töpfen laut Barkow 30 Milliarden Euro. Das Loch muss bis Mitte 2024 gestopft sein. Würde Deutschland den Topf im gleichen Tempo befüllen wie in den vergangenen beiden Jahren, wäre er nach Berechnungen der Berater genau sieben Tage vor Ablauf der Frist ausreichend voll.

Im vergangenen Jahr ist die deutsche Einlagensicherung um 1,1 Milliarden Euro gewachsen. Mit ihr sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro gegen einen Ausfall abgesichert. Über das gesetzliche System hinaus haben Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken eigene Sicherungssysteme, die unterschiedlichen Regeln folgen.

Wie Deutsche im Internet bezahlen
Bezahlen im Internet
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Mit den steigenden Absatzzahlen im Internet haben sich auch die Bezahlungsmethoden vervielfacht. Käufer sind dankbar, wenn sie zwischen verschiedenen Methoden wählen können. Das unabhängige Marktforschungsinstitut Valid Research hat im Auftrag der der Unternehmensberatung EY eine repräsentative Umfrage durchgeführt, um festzustellen, welche Bezahlungsmethode von den Deutschen bevorzugt wird.

(Quelle: ey.com)

7. Platz
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Immerhin sieben Prozent der Befragten gaben an, dass sie per Nachnahme bezahlen. Bei dieser Zahlungsmethode bezahlt der Käufer in der Regel direkt bei dem Paketüberbringer. Häufig auch in bar.

6. Platz
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Auf dem vorletzten Platz der beliebtesten Bezahlungsmethoden der Deutschen im Internet landet mit neun Prozent die Bezahlung per Vorkasse. Der Nachteil hier ist, dass man die Rechnung schon bezahlen muss, bevor man das georderte Produkt erhält. Falls also das Produkt nicht zugestellt werden sollte, kann es bei der Rückbeschaffung des bereits überwiesenen Geldes womöglich zu Problemen kommen.

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Etwas beliebter ist das Bezahlsystem von sofortüberweisung.de. Elf Prozent der Befragten nutzen diese Methode. Ihr Vorteil liegt darin, dass man keine Bankdaten beim Internethändler hinterlegen muss – weniger Risiko für Datenmissbrauch.

4. Platz
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19 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie per Lastschrift zahlen. Bei dieser Zahlungsart hinterlegt der Käufer seine Bankdaten, sodass der Verkäufer nach dem Kauf die zu zahlende Summe von dessen Bankkonto abziehen kann.

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23 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Kreditkarte als Bezahlungsmethode benutzen.

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Auf dem zweiten Platz landet die Bezahlmethode Rechnung. Vor allem bei Frauen ist die Zahlungsart sehr beliebt, 45 Prozent nutzen diese. Bei den Männern erfreut sie sich nicht so großer Beliebtheit. „Nur“ 36 Prozent gaben an, per Rechnung zu zahlen. Aus diesem Grund landet dieser Vorgang insgesamt bei 40 Prozent.

Europaweit sind 2016 laut Barkow 6,8 Milliarden Euro in die nationalen Sicherungssysteme geflossen, fast ein Drittel davon allein in Großbritannien. In Kroatien, Portugal und Tschechien schrumpften die Töpfe dagegen sogar.

Im Schnitt liegen in den Sicherungstöpfen 0,55 Prozent der geschützten Einlagen, Deutschland liegt mit 0,34 Prozent unter dem Durchschnitt. Die Zielquoten sind von Land zu Land unterschiedlich. In Frankreich etwa reichen 0,5 Prozent aus. Doch selbst bis dorthin fehlen im französischen Topf noch 1,9 Milliarden Euro.

  • rtr
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3 Kommentare zu "Einlagensicherung: Deutsche Banken müssen noch Milliarden einzahlen"

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  • Deswegen, mein aufgeregter Herr Santos, hat man ja nach der letzten Finanzkrise einige Regularien beschlossen, die die Bildung von Schulden-Blasen bei Banken verhindern sollen. Bis jetzt, toi toi toi, hats auch halbwegs geklappt. Allerdings gibt es schlechte Nachrichten aus den USA: Der (von Ihnen bevorzugte) Präsident Trump will diese Regulierungen AUFHEBEN. Das läuft auf das Prinzip hinaus: Pleite gehen muss sich wieder lohnen. Für dubiose Bauunternehmer wie Trump eine Herzensangelegenheit.

    So sehen die Alternativen aus, die Sie und ihre AfD-Freunde herbeireden wollen.

  • Damit Bankeinlagen gegen Ausfälle abgesichert sind, sind Institute gesetzlich dazu verpflichtet, einen gewissen Betrag einzuzahlen. Die deutschen Geldhäuser hinken hinterher.

    ...................................................

    Die EUROPÄISCHE UNION IST KOMPLETT PLEITE !!!

    ===>>> SIEHE RENTENKASSEN, siehe GESUNDHEITSKASSEN, siehe INSOLVENTES GRIECHENLAND UND DAMIT VERBUNDENER INSOLVENZ VERSCHLEPPUNG DURCH DIE EUROPÄISCHE UNION !!!

    Wenn dann diese " EU " vollens PLEITE IST, WER GIBT DEN BANKEN DIE EINLAGEN ZURÜCK damit die Banken auch ausserhalb dieser PLEITE-EU seine verpflichtungen nach kommt ???

  • ist doch alles Augenwischerei. Wenn ich richtig rechne, können mit dem Betrag gerademal 11.000 Kunden mit € 100.000 Guthaben abgesichert werden. Wenn es zu ernsthaften Problemen kommt, ist das Geld nie sicher. Es ist besser, wenn die Banken wenig einzahlen. Sobald die europäischen Sicherungstöpfe zusammen gelegt werden, ist das Geld eh futsch.

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