Einsparungen
Bei der Raiffeisen Bank in Polen sollen bis zu 950 Stellen wegfallen

Bis 2018 sollen bis zu 70 Filialen geschlossen werden: Nach gescheiterten Verkaufsverhandlungen im Jahr 2016 setzt die Raiffeisen Bank International nun auf Verkleinerung. In einen Bereich soll jedoch investiert werden.
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WienDie Raiffeisen Bank International (RBI) will nach den gescheiterten Verkaufsverhandlungen im Vorjahr ihr Geschäft in Polen nun stark verkleinern. Bis 2018 sollen 60 bis 70 Filialen geschlossen und bis Ende 2019 insgesamt 850 bis 950 Stellen abgebaut werden, teilte das Wiener Geldhaus am Montag mit.

Ende 2016 zählte die RBI in Polen 299 Filialen und beschäftigte gut 4200 Mitarbeiter in dem Land. Im ersten Halbjahr rechnet die Bank mit Restrukturierungskosten von rund zehn Millionen Euro.

Darüber hinaus will die RBI in Polen bis Ende 2019 rund 50 Millionen Euro an Kosten einsparen. Neben der angekündigten Restrukturierung will die Bank aber auch investieren. Angesichts der voranschreiten Digitalisierung in der Branche sollen in den kommenden zwei Jahren rund 25 Millionen Euro für den digitalen Umbau ausgegeben werden, hieß es.

Der neue Raiffeisen-Boss Johann Strobl kündigte bereits an, dass die polnische Tochter fit für den geplanten Teil-Börsengang gemacht werden müsse. Der polnische Regulierer will, dass die RBI mindestens 15 Prozent ihrer polnischen Tochter bis Ende Juni an die Warschauer Börse bringt.

Eigentlich wollte die RBI ihr Polen-Geschäft im vergangenen Jahr verkaufen, doch die Pläne platzten. Die Österreicher führten exklusive Verhandlungen mit der polnischen Alior Bank, doch das vom staatlichen Versicherer PZU kontrollierte Institut stoppte den Deal. Begründet wurde dies mit unterschiedlichen Preisvorstellungen.

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