EnBW-Gutachten
Morgan Stanley attackiert Rechnungshof

In einem Brief an den EnBW-Untersuchungsausschuss wirft die Investmentbank Morgan Stanley den Prüfern vor, bewusst Fakten unberücksichtigt gelassen zu haben. Wenn die Kritisierten die Kritiker kritisieren.
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Stuttgart/FrankfurtDie Investmentbank Morgan Stanley will die harsche Kritik des baden-württembergischen Rechnungshofs an ihrer Arbeit beim EnBW-Deal nicht auf sich sitzen lassen. In einem Brief an den EnBW-Untersuchungsausschuss wirft die Bank den Prüfern vor, sie hätten in ihrem Gutachten „offenbar bewusst“ die bekannten und veröffentlichten Informationen zur Bewertungsarbeit von Morgan Stanley bei der Verstaatlichung des Versorgers unberücksichtigt gelassen. Das Schreiben des Bankvorstands Hanns Christoph Siebold lag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart am Freitag vor.

Die Kontrolleure hatten Morgan Stanley am Dienstag ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Die Bank mit Deutschlandchef Dirk Notheis, der ein enger Freund von Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus ist, war vor allem für die Prüfung des Kaufpreises in Höhe von 4,7 Milliarden Euro zuständig. Der Rechnungshof hatte auch das Gebaren von Mappus scharf gerügt. In ihrer Mängelliste warfen sie dem Ex-Regierungschef große Versäumnisse bei der geheimen Anbahnung des Milliardengeschäfts Ende 2010 vor.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EnBW-Gutachten: Morgan Stanley attackiert Rechnungshof"

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  • Nun muss wohl eine Schadenersatzforderung erhoben werden.

    Unterbleibt diese, machen sich die Personen, die für die Durchsetzung von Schadenersatz verantwortlich sind, selbst schadenersatzpflichtig.

  • Wenn die Kritisierten die Kritiker kritisieren dann ist es höchste zeit dass der kritiker auch macht bekommt und sanktionen durchführen darf, denn was hilft es wenn nur darüber geschrieben wird und eine sanktionen zu erwarten sind.

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