Energiewende
Windpionier sieht Stromnetzausbau optimistisch

Das Thema Netzausbau werde dramatisiert, sagt Willi Balz, Chef der Windreich AG.
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DüsseldorfDie Sorgen über Engpässe im deutschen Stromnetz hält Windpionier Willi Balz für übertrieben. „Das ganze Thema Netzausbau wird total dramatisiert“, sagte er dem Handelsblatt. Man müsse doch nicht am ersten Tag der Energiewende für noch nicht vorhandene Windkraftwerke schon ganz Deutschland verkabeln.

„Wenn wir heute schon eine große Stromautobahn hätten von Flensburg bis Garmisch, würde die doch keiner befahren“, sagte der Chef des Windparkprojektierers Windreich AG. Das Unternehmen besitzt drei Genehmigungen für Windparks im Meer und eine Pipeline mit insgesamt 22 Projekten in der Nord- und Ostsee.

In der Vergangenheit wurde heftig kritisiert, dass der Strom aus den riesigen Windparks, die im Meer entstehen, nicht von Nord- nach Süddeutschland transportiert werden könnten, weil die Kapazität nicht reicht. Die Kritik richtete sich vor allem gegen Engpässe beim Netzbetreiber Tennet.

Aber Balz gibt sich auch beim Anschluss seiner Windparks ans Stromnetz gelassen. „Bei unserem zweiten Projekt MEG 1 ist das Kabel sogar vor Errichtungsbeginn des Windparks fertig“, sagte Balz. „Im Übrigen sind wir mit der Arbeit des Netzbetreibers Tennet zufrieden“, fügte er hinzu. Große Konkurrenten wie der Essener Energiekonzern RWE beklagen, dass ihre Windparks zu spät ans Stromnetz angeschlossen werden.

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