Entlassung von Sieber
Commerzbank knickt im Streit mit Ex-Vorstand ein

Mehr als zwei Jahre stritt Ulrich Sieber mit seinem ehemaligen Arbeitgeber über die Zahlung von ausstehenden Lohnkosten – nun hat die Commerzbank nachgegeben. Ein höchstrichterliches Urteil bleibt so jedoch aus.
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FrankfurtDie Commerzbank hat nach zwei Niederlagen vor Gericht den Streit mit ihrem geschassten Ex-Vorstand Ulrich Sieber beerdigt. Der Aufsichtsrat stimmte im Umlaufverfahren einem Abfindungsangebot zu, das Sieber die Auszahlung seiner Bezüge für die volle Vertragslaufzeit bis Mai 2017 zubilligt. Die Einigung solle in Kürze unterschrieben werden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen, die damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ bestätigten. Die Bank wollte die Nachricht nicht kommentieren, Siebers Anwalt Peter Rölz war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.
Die Bank hatte Sieber im November 2013 nach mehreren Kampfabstimmungen im Aufsichtsrat abberufen. Sieber hatte daraufhin gegen seine Entlassung geklagt und zwei Mal vor Gericht Recht bekommen, da aus Sicht der Richter kein „wichtiger Grund“ für seine Abberufung vorlag. Die Bank hatte den Rauswurf seinerzeit mit ihrem parallel laufenden Sparprogramm begründet.

Nach Handelsblatt-Informationen wird Sieber bei der Einigung mit der Bank nun finanziell so gestellt, als werde er bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit bei der Bank beschäftigt. Ihm stehen somit jährlich ein Festgehalt von 750.000 Euro zu sowie Boni, die sich nach dem Durchschnitt der Commerzbank-Vorstände liegen, hieß es in Finanzkreisen. Im Durchschnitt waren den Commerzbank-Vorstände 2014 Boni in Höhe von 190.000 Euro tatsächlich zugeflossen.

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Was die Einigung für die Bank bedeutet

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