Entrüstung ist parteiübergreifend: Politiker kritisieren Deutsche Bank scharf

Entrüstung ist parteiübergreifend
Politiker kritisieren Deutsche Bank scharf

Die Ankündigung der Deutschen Bank, trotz hoher Gewinne Tausende von Stellen zu streichen, hat parteiübergreifend Empörung ausgelöst.

HB BERLIN. SPD-Fraktionsvize Michael Müller sagte der „Berliner Zeitung“ (Freitagausgabe), „die Gewinnerwartungen so zu Lasten der Arbeitsplätze zu überziehen, ist eine Unverschämtheit.“ Auch von den Grünen und vom Arbeitnehmerflügel der CDU wurde scharfe Kritik laut.

„Dies ist ein Zeichen, dass die Wirtschaftsethik verloren zu gehen droht“, sagte der derzeitige Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, der Bundestagsabgeordnete Gerald Weiß, der Zeitung. „Die alleinige Rendite-Orientierung ist ein Ausweis kurzfristigen Denkens. Man muss für die Menschen und mit den Menschen wirtschaften.“

Entrüstung über die Pläne der Bank gab es auch bei den Finanzexperten von Rot-Grün. Der SPD-Politiker Joachim Poß sprach von einem Kurs, der moralisch wie volkswirtschaftlich fragwürdig sei. Kurzfristige steuerpolitische Maßnahmen schloss er allerdings aus. Zunächst müsse man in der Europäischen Union zu einer einheitlichen Bemessungsgrundlage für die Unternehmensbesteuerung kommen.

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