Ergebnis des zweiten Quartals Postbank legt Traumzahlen vor

Im zweiten Quartal hat die Postbank ihren Gewinn um fast ein Fünftel gesteigert. Mit dem geplanten Kauf des Baufinanzierers BHW soll das Geschäft noch besser laufen.

HB FRANKFURT. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann bekräftigte am Mittwoch, im kommenden Jahr eine Eigenkapitalrendite von 15 % vor Steuern erreichen und die Aufwand/Ertrags-Relation im klassischen Bankgeschäft unter 65 % drücken zu wollen.In den ersten sechs Monaten 2005 kam das Bonner Kreditinstitut auf eine Rendite von 14 (Vorjahreszeitraum: 12,6) Prozent und eine Aufwandsquote von rund 66 %. Damit musste die Banktochter der Deutschen Post noch 66 € aufwenden, um 100 € einzunehmen.

Der Übernahmekampf um die Hamelner BHW Holding wird wahrscheinlich ab August in seine heiße Phase treten. „Wir haben in der letzten Woche ein Informationsmemorandum zur BHW erhalten, das uns schon einen näheren Einblick gewährt“, sagte von Schimmelmann in einer Telefonkonferenz. Die noch detailliertere Bücherprüfung werde voraussichtlich im August folgen. „Wir werden uns das genau ansehen“, sagte der Bankchef. Entscheidend sei die Frage, ob die Eigentümer der BHW diese getrennt von der krisengeschüttelten Tochter Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) anbieten wollten. Schimmelmann bekräftigte, keine AHBR-Risiken übernehmen zu wollen.

Die Postbank gilt als Favorit für den BHW-Kauf, seitdem sie ein Aktienpaket von gut neun Prozent im Frühjahr erworben hat. Interesse hat von Schimmelmann wegen der Vertriebsstärke der BHW mit ihren über 4000 Kundenbetreuern im Außendienst und 830 Service-Centern. Finanzkreisen zufolge würde die Postbank - sollten die Firmen nicht getrennt voreinander verkauft werden - eine Übernahme des gesamten Konzerns mit dem US-Investor Cerberus erwägen. Cerberus würde dann die AHBR bekommen, die Postbank BHW.

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