Vize-Chef der Deutschen Bank dämpft Erwartungen

Ergebnis im zweiten Quartal
Vize-Chef der Deutschen Bank dämpft Erwartungen

Der Vize der Deutschen Bank, Marcus Schenck, erwartet ein eher schwächeres zweites Quartal. Ausschlaggebend dafür: Die zuletzt durchwachsene Entwicklung an den Märkten. Auch EZB-Chef Draghi sei ein Faktor.
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FrankfurtDer stellvertretende Deutsche-Bank-Chef Marcus Schenck hat die Erwartungen an das Abschneiden im Frühjahr gedämpft. Man habe aus den USA bereits gehört, dass es an den Märkten ein durchwachsenes Quartal gewesen sei. „Das war kein Quartal, in dem es gebrummt hat“, sagte Schenck am Mittwoch bei der CFO-Tagung des Handelsblatts in München. Die anderen Bereiche, in denen die Bank aktiv ist, seien aber nicht so volatil. Von der Deutschen Bank befragte Analysten hatten Ende Juni im Schnitt ein Quartalsergebnis vor Steuern von knapp 800 Millionen Euro erwartet.

Die Ertragsschwäche hat nach Schencks Ansicht vor allem auch mit dem niedrigen Zinsumfeld in Europa zu tun. Es sei zwar nicht die Aufgabe von EZB-Chef Mario Draghi, sich um das Wohlergehen der Banken zu kümmern. Tatsache sei jedoch, dass gerade europäische Banken hier zu einem hohen Maß betroffen sind.

Ein anderer deutlicher Unterschied zwischen Europa und den USA: Die Gebühren bei Börsengängen. Während hierzulande lediglich Gebühren von 1,8 bis drei Prozent möglich sind, stehen in den USA Gebühren von sechs Prozent an der Tagesordnung. „Das muss man sehen, wenn man die Ertragslage europäischer mit amerikanischen Banken vergleicht“, so Schenck wörtlich.

Schenck war bis Ende Juni Finanzvorstand der Bank und ist seither für das Investmentbanking verantwortlich. Zudem stieg er zu einem der beiden Stellvertreter von Vorstandschef John Cryan auf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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