Ergo-Vertrieb
Bund der Steuerzahler distanziert sich von HMI

Der Bund der Steuerzahler stellt seine Zusammenarbeit mit dem Versicherer Ergo nicht infrage. Allerdings geht der unabhängige Verein auf Distanz zum Vertrieb HMI, dessen Vertreter 2007 in Budapest eine Sexparty feierten.
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FrankfurtAuf Anfrage des Handelsblatts erklärte eine Sprecherin des Bundes der Steuerzahler, man arbeite innerhalb des Ergo-Konzerns ausschließlich mit der Ergo-Stammorganisation zusammen. „Mit der HMI gab und gibt es keine Zusammenarbeit“, erklärte die Sprecherin.

Zwischen Ergo und den Landesverbänden des Bundes der Steuerzahler beständen Kooperationsverträge für die Mitgliederwerbung. Ergo beschäftige Mitarbeiter, die in den Landesverbänden ausschließlich Mitglieder für den Bund der Steuerzahler werben oder betreuen würden. Für neue Mitglieder erhalte Ergo ein Honorar. Versicherungen dürften von den Mitgliederbeauftragten nicht abgeschlossen werden. „Wir achten auf eine strikte Trennung zwischen Mitgliederwerbung und Versicherungsverkauf“, erklärte die Sprecherin.

Eine Sprecherin von Ergo bestätigte die Angaben fast gleichlautend gegenüber dem Handelsblatt. Die Zusammenarbeit bestehe seit über 40 Jahren mit der Hamburg-Mannheimer Versicherungs AG und werde nach der Umfirmierung von der Ergo Lebensversicherung AG weitergeführt. Die circa 200 Beauftragten der Ergo Lebensversicherung „sind Angestellte der Ergo Lebensversicherung und haben keine weiteren Aufgaben bei der Ergo-Stamm-Organisation.“ Sie dürfen allerdings Termine für Ergo-Vertreter vereinbaren.

Der Journalist Stefan Loipfinger und Herausgeber des Informationsdienstes „CharityWatch“ findet diese Form der Kundenwerbung fragwürdig. „Kein Unternehmen der Welt stellt 200 Leute kostenlos zur Verfügung“, sagte er dem Handelsblatt. „Man schleicht sich als Gutmensch beim Kunden ein und will am Ende nur Versicherungen verkaufen.“ Das sei nicht in Ordnung.

Der Bund der Steuerzahler verliert seit Jahren Mitglieder. Im Jahre 2000 hatte er noch mehr als 420.000 Mitglieder, derzeit sind es nur gut 300.000. Je mehr Menschen hinter einer Organisation stehen, umso stärker wird diese gemeinhin in Berlin beachtet.

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  • Ein Tipp an ERGO:
    ERGO-Therapeuten und -therapeutinnen beraten, behandeln und fördern Patienten die durch eine Entwicklungsstörung in ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit beeinträchtigt bzw. von Einschränkungen bedroht sind.
    Vielleicht hilft's ja noch was - also schnell ERGO-Therapeuten einstellen und die Drücker rausschmeißen

  • für mich ein klarer Interessenkonflikt. Man kann nicht auf Seiten des Verbrauchers (Steuerzahlers) stehen wollen und sich gleichzeitig mit ERGO die Hasen gegenseitig in die Küche treiben.

  • wie glaubwürdig sind solche Geschäftspraktiken zwischen Bund der Steuerzahler und Versicherungen?

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