Eröffnung von zwei Filialen jährlich: Allianz plant Expansion in China

Eröffnung von zwei Filialen jährlich
Allianz plant Expansion in China

Der Versicherungskonzern Allianz will in China stark expandieren. Die Allianz plane, nun jedes Jahr zwei weitere Niederlassungen in chinesischen Städten zu eröffnen, sagte Allianz-Vorstand Werner Zedelius.

HB MÜNCHEN. Der Allfinanzkonzern Allianz will nach den Worten seines für Osteuropa und Asien zuständigen Konzernvorstandes Werner Zedelius in China kräftig expandieren. China sei ein „strategischer Markt“ für die Allianz und biete „gewaltige Geschäftsmöglichkeiten“, sagte Zedelius in einem redaktionell bearbeiteten Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Sein Unternehmen, dass bisher nur Niederlassungen in Schanghai und Guangzhou unterhalte, wolle in Zukunft jährlich zwei weitere Büros eröffnen. Bei der China-Expansion habe organisches Wachstum zwar Priorität. Zukäufe seien jedoch nicht ausgeschlossen.

Zedelius will eigenen Aussagen zufolge mit dem von ihm verantworteten Bereich spätestens 2010 einen zweistelligen prozentualen Anteil am Konzernumsatz erwirtschaften. Bislang belaufe sich das Prämienaufkommen der osteuropäischen und asiatischen Märkte auf sieben Prozent. Auf die Frage nach dem Erreichen der Gewinnschwelle in China antwortete der Allianz-Vorstand: „In einem Markt, in dem wir so stark wachsen, ist das üblicherweise erst nach sechs, sieben Jahren der Fall.“

Hintergrund für die Allianz-Offensive sind nach Zeitungsangaben die veränderten Marktbedingungen in China. So dürften ausländische Versicherer seit dem 11. Dezember 2004 ihre Dienstleistungen landesweit und mit derselben Produktpalette anbieten wie inländische Versicherer.

Zedelius sagte, die Allianz sei schon länger bereit, ihre Investitionen kräftig zu steigern, habe allerdings bisher zu wenige Zielobjekte dafür gesehen. "Gemessen an den Geschäftsmöglichkeiten könnten wir dort durchaus noch mehr Geld in die Hand nehmen als bisher." Wachstum aus eigener Kraft habe Priorität, doch sei die Allianz bereit, sowohl im Sach- als auch Lebensversicherungsbereich zuzukaufen.

Wachtumsmärkte Sollen 2010 mindestens 10 Prozent der Allianz-Einnahmen liefern

Einer Studie zufolge wachse der chinesische Lebensversicherungsmarkt bis 2010 jährlich um ein Fünftel, sagte der Manager. Auf die Frage, wann die Allianz in China Gewinne machen werde, habe er sich nicht konkret festlegen wollen: "In einem Markt, in dem wir so stark wachsen ist das üblicherweise erst nach sechs, sieben Jahren der Fall."

Die Wachstumsmärkte Osteuropas und Asiens machten derzeit mit einem Umsatz von sechs Mrd. Euro sieben Prozent der Prämieneinnahmen der Allianz aus, sagte Zedelius, der diese Märkte verantwortet. Dieser Anteil solle bis 2010 auf mindestens zehn Prozent steigen. Beim aggregierten operativen Gewinn aus den Wachstumsmärkten, der ebenfalls sieben Prozent oder 300 Mill. Euro des Gesamtgewinns ausmacht, will Zedelius zukünftig zumindest profitabler sein als der Durchschnitt aller Konzerngesellschaften.

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