EU-Behörde nur für Großbanken
Bewegung im Streit um Bankenabwicklung

Die Behörde zur Abwicklung maroder Banken könnte nur für rund 130 große Institute zuständig werden. Damit würde die EU der Bundesregierung entgegenkommen. Auch die EZB begrüßt den Vorschlag.
  • 4

BerlinIn den Streit um den geplanten europäischen Abwicklungsmechanismus für marode Banken kommt Bewegung. Es werde diskutiert, die Kompetenzen des EU-Abwicklungsregimes zu begrenzen, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungs- und Notenbankkreisen.

Die Abwicklungsbehörde solle nicht, wie bisher von der EU-Kommission geplant, für alle 6.000 Banken der Euro-Zone zuständig sein, sondern nur für die rund 130 Finanzinstitute, die unter die Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt werden. Diese Idee könne Bestandteil eines möglichen Kompromisses werden.

In der Bundesregierung, die den ursprünglichen EU-Vorschlag heftig kritisiert hatte, wird die Idee unterstützt. Allerdings wird betont, dass die Kompetenzbeschränkung alleine nicht ausreichen werde. Solange die Staaten - und damit die Steuerzahler - für eine Bankenabwicklung zahlen müssen, will man die Entscheidung nicht Brüssel überlassen. Die Budgethoheit müsse sichergestellt werden, hieß es in Berliner Regierungskreisen. Die Beschränkung auf die 130 Großbanken unter EZB-Aufsicht sei nur ein erster Schritt.

Auch in Notenbankkreisen wird der Vorschlag unterstützt. Die EZB hatte sich von Anfang an bei der Aufsicht auf die 130 großen und grenzüberschreitenden Finanzinstitute konzentriert. Die EU-Kommission will hingegen beim Abwicklungsregime für alle 6.000 Banken der Währungsunion zuständig sein.

Kommentare zu " EU-Behörde nur für Großbanken: Bewegung im Streit um Bankenabwicklung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.


  • UND HOLEN NICHT GELD AUS DEM NICHTS sondern SCHULDSCHEINE AUS DEM " NICHTS IST " WERT , wenn der NICHT DRAN GLAUBEN WÜRDE SONDERN WISSEN , das " mir " NICHTS KOSTET ODER " mir " RISIKO BEI IST !!! HAT KEIN RISIKO beim SCHULDSCHEINE VERTEILEN SOLANGE DANN GLAUBEN UND NUR NIMMT IM GEDANKEN MEHR DRAUS ZU MACHEN UND NIE GEDANKEN HAT ZURÜCKZUZAHLEN sondern nur Zinsen im Kopf und NICHT SCHULDSCHEIN . OB TEUER oder BILLIG SCHULDSCHEINE GEBEN , NUR WICHTIG . . . DAS ES IMMER MEHR SCHULDEN WERDEN . .
    EIN TRICK der NUR ALLBEWUSSTE BEWUSST WIRD ?


    Frank Frädrich sich Gott IMMER ANTIZIONIST

  • Würden die Menschen das Geldsystem verstehen , hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh .“
    Henry Ford





    Das perfekte Verbrechen ?

    http://www.youtube.com/watch?v=7rweSOae-Ow


    ACH Goldschmied " Fabian "

  • Wer zahlt die Kosten für diese Aufsicht?

    Bisher ist es so, dass die Banken die Kosten für ihre Aufsicht im Umlageverfahren selbst zahlen. Für mich hat das, was sich im Finanzsektor und den damit verbundenen Behörden abspielt, seit geraumer Zeit kriminelle Züge.

    Es hat den Anschein, dass jedwede Kontrolle fehlt und Behörden, als Kontrollinstanzen gedacht, selbst Teil dieses Systems sind. Ich halte es für hochgradig unsozial die Kleinsten der Sparer zur Haftung heranzuziehen (durch Zinsdiktat bei gleichzeitig höherer bekannter Inflation), während die Drahtzieher des Desasters Millionen-Bonus einstreichen bzw. mit garantierten üppigen Politikerpensionen bedacht werden.

    Das kann nicht gut gehen, wenn der Bürger merkt, welches Spiel mit ihm gespielt wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%