EU-Entscheid
Sparkassen fürchten Lasten durch Bayern LB

Milliardenrettung mit Folgen: Die bayerischen Sparkassen erwarten Belastungen durch die EU-Überprüfung der Bayern LB. Es wäre nicht das erste Mal.
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LandshutDie bayerischen Sparkassen stellen sich im Zuge der EU-Überprüfung der BayernLB als deren Miteigentümer auf Belastungen ein. Die EU-Kommission stricke an einem "Bayern-Paket", sagte der Sparkassen-Präsident im Freistaat, Theo Zellner, am Donnerstag in Landshut. Davon werde nicht nur Deutschlands zweitgrößte Landesbank betroffen sein. Die Sparkassen, die einst 50 Prozent und heute noch gut vier Prozent der BayernLB-Anteile kontrollieren, mussten bereits Abschreibungen in Milliarden-Höhe auf die Beteiligung hinnehmen.

Konkret wollte Zellner nicht werden. Er sagte aber, es gehe unter anderem um die Umwandlung Stiller Einlagen in hartes Kernkapital. Höhe und Struktur seien dabei noch offen. Die BayernLB müsse sich zudem womöglich von der Landesbausparkasse (LBS) trennen. Fest stehe, Brüssel werde auf eine weitere Verkleinerung der BayernLB drängen.

Zellner bekräftigte, die LBS gerne in die Sparkassen-Familie holen zu wollen, da der Großteil des Vertriebs sowieso schon über die lokalen Institute abgewickelt werde. "Wir möchten gerne die LBS." Ob dies im sogenannten Beihilfe-Verfahren der EU aber als Restrukturierungsbeitrag anerkannt werde, sei völlig offen. Brüssel überprüft, ob durch die milliardenschwere Rettung der BayernLB in der Finanzkrise der Wettbewerb verzerrt wurde - und wie dies zu kompensieren ist.

Der Sparkassen-Präsident machte auch deutlich, dass eine Zwangsfusion von BayernLB mit den im Privatkundengeschäft starken Sparkassen kein Thema in den Verhandlungen sei und auch nicht in Frage komme. "Wirtschaftlich wäre dies ein Fehler." Die BayernLB müsse durch eine Verkleinerung und eventuell auch Fusionen mit anderen Landesbanken selbst eine Lösung finden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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