EU-Kommission
Deutsche Börse und NYSE melden Fusion an

Auf ihrem Weg zum größten Börsenbetreiber der Welt haben die Deutsche Börse und die NYSE Euronext einen weiteren Schritt getan. In Brüssel meldeten die Unternehmen ihren Zusammenschluss an.
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FrankfurtDeutsche Börse und NYSE Euronext arbeiten weiter intensiv an ihrer Fusion zum größten Börsenbetreiber der Welt. Am Mittwoch informierten die beiden Börsen aus Frankfurt und New York die Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission offiziell über den geplanten Unternehmenszusammenschluss, wie die Deutsche Börse AG in Frankfurt berichtete. Damit beginne die formelle kartellrechtliche Prüfung in Europa.

Die EU-Kommission hatte als oberster Wettbewerbshüter auf ihr Mitspracherecht gepocht. Auch die US-Aufsichtsbehörden müssen dem Geschäft zustimmen. Die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hatte im Mai bereits die Unterlagen zum Fusionsvorhaben der Deutschen Börse geprüft.

Auch die Aktionäre beider Börsenbetreiber müssen noch ihr Okay geben. NYSE Euronext will seine Aktionäre am kommenden Donnerstag (7. Juli) auf einer außerordentlichen Hauptversammlung um ihre Zustimmung für den Zusammenschluss bitten. Die Aktionäre der Deutschen Börse AG können ihre Aktien noch bis zum 13. Juli in Aktien der eigens für die Fusion gegründeten gemeinsamen Holding von Deutsche Börse und NYSE Euronext umtauschen.

NYSE und Deutsche Börse planen, ihren Zusammenschluss bis Ende des Jahres über die Bühne zu bringen. Unter US-Politikern hatte die Fusion unter Federführung der deutschen Seite für Skepsis gesorgt. In Deutschland wird hingegen befürchtet, dass am Ende doch die New Yorker das Sagen haben und die Deutschen darunter leiden werden. Der Betriebsrat hatte zudem vor einem Stellenabbau gewarnt, vor allem Mitarbeiter in der IT in Frankfurt und Luxemburg seien gefährdet.

Deutsche Börse und NYSE Euronext wollen die weltweit führende Börse werden. Damit könne Europa seine heutige und künftige Rolle als eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt stärken, betonten beide am Mittwoch. Kunden und Emittenten sollen nach der Darstellung von höherer Effizienz und niedrigeren Kosten profitieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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