EU stimmt zu
Helaba kann WestLB übernehmen

Die EU-Kommission hat der Bundesregierung informell offenbar bereits ihre Zustimmung zur Übernahme der WestLB durch die Helaba signalisiert. Damit zeichnet sich immer deutlicher ab, wohin die Reise für die WestLB geht.
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HamburgDie EU-Kommission hat einem Magazinbericht zufolge keine Einwände gegen die geplante Übernahme von Teilen der WestLB durch die Helaba . Die Brüsseler Behörde habe der Bundesregierung bereits informell ihre Zustimmung signalisiert, berichtete „Der Spiegel“ am Sonntag. Eine Sprecherin des Finanzministeriums wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren.

Die WestLB mit ihren noch rund 4500 Mitarbeitern wird 2012 auf Druck der EU zerschlagen. Künftig soll die sogenannte Verbundbank die rund 100 Sparkassen in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland als Zentralbank bei Transaktionen unterstützen, die sie selbst überfordern. Mit ihren rund 400 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von 40 bis 45 Milliarden soll sie an die Helaba angedockt werden.

Die beiden Sparkassenverbände im Rheinland und in Westfalen-Lippe, die die Verbundbank zusammen mit dem Deutsche Sparkassen- und Giroverband mit einer Milliarde Euro an Kapital ausstatten sollen, wollen sich an der Helaba beteiligen. Sie gehört derzeit zu 85 Prozent den Sparkassen in Hessen und Thüringen, zu zehn Prozent dem Land Hessen und zu fünf Prozent dem Freistaat Thüringen.

Noch ist die Übernahme der Verbundbank durch die Helaba nicht in trockenen Tüchern. Sie prüft noch die Bücher, eine Entscheidung soll bis Jahresende fallen. Branchenkenner rechnen aber nicht damit, dass die Übergabe an die Frankfurter Helaba noch scheitert.

Auch für andere Teile der Bank sucht die WestLB Käufer. Für das Geschäft der WestLB mit reichen Privatkunden und mittelständischen Firmenkunden interessiert sich die Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus . Über den Immobilienfinanzierer Westimmo wird mit dem Finanzinvestor Apollo verhandelt. Die Uhr tickt: Geschäfte, für die sich bis Ende Juni 2012 kein Käufer findet, werden an die bereits existierende Bad Bank der WestLB angebunden. In diese hatte die WestLB Risiko-Papiere mit einem Volumen von rund 77 Milliarden Euro eingebracht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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