EU-Vorstoß
Europäischen Banken droht die Frauenquote

Banken in Europa sollen künftig mehr Frauen in Führungsgremien einstellen. Die EU will eine Quote gesetzlich vorgeben, die jedoch deutlich hinter den Forderungen des Wirtschaftsausschusses zurück bleibt.
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BrüsselDie europäischen Banken müssen sich auf eine verbindliche Frauenquote von 15 Prozent für ihre Führungsgremien einstellen. Eine entsprechende gesetzliche Regelung soll in die neue EU-Eigenkapitalgesetzgebung eingefügt werden, erfuhr das Handelsblatt aus dem Europaparlament. Auf dieses „vorläufige Zwischenergebnis“ hätten sich die Unterhändler der drei EU-Gesetzgeber Parlament, Kommission und Finanzministerrat verständigt, hieß es in Kreisen des Parlaments.

Der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments hatte ursprünglich eine Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der Banken verlangt und in den Entwurf der Kapital Requirements Directive CRD IV eingefügt. Im Richtlinienentwurf der EU-Kommission war zuvor überhaupt keine Frauenquote vorgesehen gewesen. Auch der EU-Finanzministerrat hatte sich zunächst gegen jegliche Frauenquote gewehrt.

Die zypriotische Präsidentschaft, die den EU-Finanzministerrat im zweiten Halbjahr 2012 leitet, hat sich nun offenbar mit einer Frauenquote von 15 Prozent einverstanden erklärt. Offen ist noch, ob sich dafür im EU-Finanzministerrat die erforderliche Mehrheit findet.

Das Europaparlament will die CRD IV-Gesetzgebung, bestehend aus einer Richtlinie und einer Verordnung, im November verabschieden, damit sie 2013 in Kraft treten kann.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel

Kommentare zu " EU-Vorstoß: Europäischen Banken droht die Frauenquote"

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  • Gender Mainstream eingeführt und ausgedacht vom Tavistock Institut zur Zersetzung der westlichen Zivilisation. Frauen sollen vermännlicht werden. Männer verweiblicht. Frauen sollen durch Erwerbstätigkeit besteuert werden und so in Abhängigkeit geraten. Völker sollen durchmischt werden, so dass die Völker keine Identität mehr besitzen.
    Somit sind sie leichter als Arbeitssklaven beherrschbar.
    Alle sind gleich.
    Denken Sie mal darüber nach wieso Merkel und ihre Bande über "gemeinsam" reden. Individualität soll ein für alle Mal zerstört werden. Denn nur aus der Individualität kommt Widerstand. Ansonsten kommt nur gegenseitige Kontrolle.
    Das freut die Herrschenden - schon seit 1000nden von Jahren.
    Deshalb ist auch der Raubtierkapitalismus mit dem Fiat Money System und der Kommunismus nur die andere Seite der Medaille.

  • Worauf zielen Sie ab, auf die CDS von GS? Ja, die waren von einer Frau, die einen ganzen Stab von Mitarbeitern hatte. Sicherlich alle weiblich.
    Nur die Kreation eines Produktes gleichzusetzen mit der Vermarktung oder dem Verkauf/Kauf ist schon ein grober logischer Fehler.

  • Es fing an mit dem Wahnsinnsurteil Entlassungen wegen Schwangerschaft als "Diskriminierung" zu illegalisieren.

    Aha, unser Rechner. Und was wäre die Konsequenz, wenn man Frauen rausschmeisst, weil sie schwanger ist, dass frau überhaupt keine Kinder bekommt. Macht sich demographisch sehr gut.
    Sie können natürlich Verhütungsmittel abschaffen, um diesem gegenzusteuern.

    Ausser in D haben auch Frauen in Führungspositionen Kinder. Wie soll jetzt das kommen und dadurch ist die Wirtschaft nun wirklich nicht eingestürtzt. Ja, es gibt sogar eine kleine positive Korrelation zwischen Frauen mit rel. vielen Kindern und Erfolg im Beruf. Ausser in D natürlich.

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