Euro-Zone: Chefvolkswirt der Deutschen Bank warnt vor heißem Herbst

Euro-Zone
Chefvolkswirt der Deutschen Bank warnt vor heißem Herbst

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, befürchtet, dass die Euro-Krise im September wieder aufflammt. „Wir müssen uns in Europa auf einen heißen Herbst einstellen“, sagte Mayer im Interview mit dem Handelsblatt.
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FRANKFURT. Die drei Defizit-Staaten Spanien, Portugal und Irland hätten ihre Haushaltsprobleme bislang überhaupt nicht im Griff. „Die Gefahr ist groß, dass eines dieser drei Länder dem Euro-Rettungsfonds in den Schoß fällt – vielleicht sogar schon dieses Jahr“, sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer.

Der vom Deutschen Klaus Regling geleitete Rettungsfonds für wankende Euro-Staaten war im Frühsommer gegründet worden. Er kann Kredite bis zu 440 Mrd. Euro an Euro-Staaten vergeben, die sich nicht mehr selbst am Kapitalmarkt refinanzieren können. Mayer begründete seine Befürchtungen mit der angespannten Lage an den Finanzmärkten. „Die Risikoaufschläge auf die Staatsanleihen Spanien, Portugals und Irlands haben sich im August wieder erhöht“, sagte er.

Selbst mit Hilfe des Rettungsfonds seien die wankenden Euro-Staaten aber womöglich nicht vor dem Bankrott zu retten, warnte Mayer. Die EU benötige dringend ein geordnetes Insolvenzverfahren, um sich gegen die mögliche Pleite eines Euro-Staates zu wappnen.

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