Europäische Zentralbank
Banken müssen auf harten Brexit vorbereitet sein

Die Banken in Europa sollen sich auf einen harten Brexit vorbereiten, warnt die EZB. Dies gelte sowohl für größere als auch für kleinere Geldhäuser. Die Institute sind demnach noch nicht ausreichend aufgestellt.
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FrankfurtEZB-Direktorin Sabine Lautenschläger hat Banken dazu aufgerufen, sich rechtzeitig auf den Brexit vorzubereiten. „Ich habe eine sehr klare Botschaft für sowohl kleine als auch große Banken: Die Uhr tickt“, sagte Lautenschläger laut einem Newsletter, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Niemand wisse, wie sich der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU gestalten werde.

Deshalb sollten sich die Institute zur Sicherheit auf einen sogenannten harten Brexit einstellen, einen Bruch mit der EU, der ohne Handelsabkommen oder Übergangsphase vollzogen würde. „Die Banken sind noch nicht so weit vorangekommen, wie wir es gerne hätten.“

Einige der großen Institute, die Geschäfte in die Euro-Zone verlagern wollen, seien mit ihren Planungen zwar vorangekommen. Die Aufsicht habe aber noch nicht viele endgültige Beschlüsse gesehen, wie diese und andere Geldhäuser künftig ihre Geschäfte organisieren wollten. Nach dem EU-Austritt Großbritanniens können Banken von London aus keine Produkte mehr in den übrigen 27 EU-Ländern vertreiben, da dafür dann eine Lizenz in einem EU-Land benötigt wird.

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Geldhäuser in der Euro-Zone zuständig. Inzwischen überwacht sie direkt 124 Institute.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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