Ewald Nowotny
„Banken sollen höheres Eigenkapital bilden“

Österreichs Banken sollten auf Dividendenzahlungen verzichten und Staatshilfen länger behalten, hat Österreichs Nationalbankchef Ewald Nowotny den Geldhäusern geraten. Man müsse vor allem das Eigenkapital stärken.
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WienÖsterreichs Nationalbankchef Ewald Nowotny drängt Banken angesichts der Schuldenkrise auf Dividendenzahlungen zu verzichten und Staatshilfen länger zu behalten. Die Erste Bank, die dies nach einer Gewinnwarnung am Montag angekündigt hatte, sei ein gutes Beispiel, sagte Nowotny am Dienstagmorgen im österreichischen Hörfunk Ö1. „Was die Erste Bank richtig beschlossen hat, war, dass sie das Kapital, das sie vom Staat geborgt bekommen hat, jetzt noch nicht zurückzahlt. Es ist auch richtig, dass sie beschlossen hat, keine Dividenden zu zahlen - das heißt alles wird jetzt angespart, um höheres Eigenkapital zu bilden. Das ist sicherlich auch eine Strategie, die für andere Banken sinnvoll ist.“ 

Die Erste Bank hatte am Montag durch Abschreibungen von rund einer Milliarde Euro auf ihr Geschäft in Osteuropa einen Verlust von 700 bis 800 Millionen Euro für das laufende Jahr angekündigt. Neben ihr sind auch Raiffeisen und die UniCredit -Tochter Bank Austria stark in der Region präsent. 

Zweifel an der Stabilität des österreichischen Bankensystems wollte Nowotny aber nicht aufkommen lassen. „Der österreichische Bankensektor ist gesund - ist auch absolut risikotragfähig. Wir haben natürlich Einzelbanken, die Probleme haben, aber das ist ja bekannt und an der Lösung dieser Probleme wird gearbeitet.“ Insgesamt sei das österreichische Bankensystem aus seiner Sicht „eines der gesündesten in Europa insgesamt“.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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