Experte besorgt
EZB sieht Banken in Liquiditätsnöten

Die Europäische Zentralbank (EZB) hilft mit Anleihenaufkäufen derzeit angeschlagenen Staaten. Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht noch mehr Probleme auf die Bankenlandschaft zukommen.
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WienBanken haben nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny weiterhin Probleme an langfristige Liquidität zu kommen. Zwar hätten die Institute keinen Mangel an kurzfristigem Geld, sagte Nowotny auf einer Konferenz in Wien.

„Es ist ein Problem, dass längerfristige Liquidität für die Banken am Markt sehr schwer zu bekommen ist. Das ist eine Herausforderung, die wir diskutieren müssen, auch in der Politik.“ Die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB), mit denen sie angeschlagenen Staaten unter die Arme greift, stellten keine zusätzliche Liquidität zur Verfügung und seien begrenzt - auch zeitlich, bekräftigte Nowotny. „Es ist ein befristetes Programm, auch zeitlich befristet, daher ist das nichts, das Teil der gewöhnlichen Instrumente der EZB ist.“

Die Rettung angeschlagener Banken soll nach Ansicht Nowotnys künftig nicht mehr allein die Angelegenheit von deren Heimatländern sein. Vielmehr müssten die Überwachung des Bankensystems und die Rettung strauchelnder Institute als gemeinsame Aufgabe verstanden werden.

Daher sollten auch die Lasten für die Rettung von Banken auf europäischer Ebene und nicht nur von den nationalen Steuerzahlern getragen werden. „Für die Zukunft ist es notwendig, dass wir einen europäischeren Ansatz verfolgen“, sagte Nowotny.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Experte besorgt: EZB sieht Banken in Liquiditätsnöten"

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  • Sie scheinen auch so einer zu sein, der noch an den vollkommenen Markt glaubt. Woher wollen sie wissen, das der Markt immer alles richtig bewertet und immer richtig handelt???

    Es gibt weder ein ausgedehntes Liquiditätsproblem, noch steht eine Rezession auf der Agenda! Das wird von den Medienvertretern solange herbeigeredet bis es soweit ist.

    Und dann wenn es ans Banken Rekapitalisieren geht, dann wird rumgeplärt das der Staat schon wieder einspringen muss, obwohl man mit unverantwortlicher Berichterstattung und streuen von haltlosen Gerüchten maßgeblichen Anteil daran hat!!

  • ---@ poldi

    was haben Sie denn geraucht????

    Verwechseln sie Dummheit nicht mit Schechtigkeit. Hinter alle dem ist ein sehr weiser Plan, der immer mehr umgesetzt wird. Es geht dartum, Europa zu ruinieren,. damit man es dann billiger aufkaufen kann.

    Um Europa billig aufkaufen zu können, muss es erst ruiniert werden. Eine einheitliche Währung, verbunden mit einer dramatischen Kaufkraftsenkung, war/ist dabei hilfreich.

    www.theintelligence.de, Ex-Thyssen-Chef sieht im Euro den Super-GAU für Deutschland - Steckt eine Mafia hinter der Finanzkrise? 3. Juni 2011
    meinpolitikblog.de, Nation unter Angriff – Griechenland – Illuminati Testland, 14.2.2010. »[...] Griechenland wird nun das Testgelände der Neuen Weltordnung sein! [...]«
    Siehe auch muz-online.de: Griechenland

  • Das Hauptproblem ist, das die EZB und die Notenbanken dem Zeit-
    geschehen immer nur hinterher laufen. Der Markt ist immer
    mehrere Schritte voraus. Wann begreifen das bitte die Notenbänker
    und ändern mal ihre Taktik. Da müssen Praktiker in die Gremien
    und nicht die jungen, erfahrungslosen und unerfahrenen Studierten.
    Die Leute die schon mal 20-30 Jahre in diesen Märkten mitgemacht
    haben, wissen viel mehr als die Leute die heute die Entscheidungen treffen. Die kennen die Höhen und die Tiefen der
    Märkte.

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