EZB-Bankenaufsicht
Neuer Stresstest angekündigt

Die Schieflage einzelner Banken kann das gesamte Finanzsystem ins Wanken bringen. Um solche Turbulenzen zu verhindern, werden Europas Banken regelmäßig durchgecheckt. Nun hat die EZB den nächsten Test angekündigt.
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Berlin/FrankfurtEuropas Großbanken müssen sich im kommenden Jahr einem neuen Stresstest unterziehen. Das kündigte die Chefin der europäischen Bankenaufsicht, Danièle Nouy, in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ an. „Einen allgemeinen, öffentlichen Stresstest wird es kommendes Jahr wieder geben. Aber dies kann weniger als die 123 Banken betreffen, die wir direkt beaufsichtigen“, sagte Nouy der Zeitung. Gleichzeitig gebe es ständig kleinere, gezielte Tests mit Blick auf bestimmte Risiken. „Immer wenn wir den Banken die Frage „Was wäre, wenn...?“ stellen, ist das eine Art Stresstest“, sagte die oberste Bankaufseherin bei der Europäischen Zentralbank (EZB).

Zu den griechischen Banken sagte Nouy, diese Institute seien solvent. „Die griechischen Aufseher haben in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet, um den Finanzsektor zu rekapitalisieren und zu restrukturieren“, betonte sie. Schwierige Phasen habe es für Griechenlands Geldhäuser bereits in der Vergangenheit gegeben. „Aber nie zuvor waren sie so gut dafür gerüstet.“

Die Banken-Aufsicht unter dem Dach der EZB in Frankfurt überwacht die wichtigsten Geldhäuser in den 19 Ländern des Euroraums. Kleinere Institute unterliegen der jeweiligen nationalen Aufsicht. Europäische Banken in Ländern ohne den Euro werden zudem von der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) in London kontrolliert. Regelmäßige Krisentests sollen zeigen, ob Banken auch unter widrigen Umständen ausreichend Kapital haben, um ihr Geschäft fortzuführen.

Auch die EBA plant den nächsten Stresstest für das kommende Jahr. 2015 sei das nicht vorgesehen, hatte die Behörde bereits im März mitgeteilt. Die Kapitalausstattung der Geldhäuser habe sich nach dem im letzten Jahr durchgeführten Bankenstresstests verbessert, begründete die Aufsicht ihre Entscheidung.

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  • Sie kennen nicht "Tinitus im Auge"?

    Antwort:
    Überall wo man hinschaut nur Pfeifen.

  • "Die Schieflage einzelner Banken kann das gesamte Finanzsystem ins Wanken bringen."

    Das ist ja schon ganz kurios, was da abgeht.

    Ich Vergleiche die Vorgänge mit einem Erhängten, von dem die Staatsanwaltschaft nach einer Hinrichtung behauptet, dass er aufgrund seines eigenen Körpergewichts ums Leben kam. Sachlich vollkommen richtig, aber unwahr dargestellt.

    Wenn der Hänker in diesem Beispiel die Klappe unter dem Deliquenten öffnet, dann kann der Körper nur nach unten sausen und ihm das Genick brechen.

    Der Vorgang um die Bankenaufsicht im Hause der EZB zeigt, dass die Kritik berechtigt ist, dass die Bankenaufsicht nicht die nötige Distanz zwischen der EZB und den Banken hat. Diese Bedenken muss zwar nicht immer teilen wie die Bundesbank dies in früheren Zeiten vorgemacht hat, aber im konkreten Fall hat die Bundesbank auch eine Geschäftspolitik betrieben, die auch nicht ansatzweise mit der der EZB vergleichbar ist.

    Aus demokratischer Sicht haben unsere Abgeordneten ein riesen Geschrei mit der Gründung der EZB gemacht und herausgekommen ist eine Missgeburt.

    Bei distanzierter Betrachtung ist der Fall Griechenland ebenso in die schlechte handwerkliche Arbeit der Politiker einzuordnen wie die Organisation der EZB im Gesamten.

    Die Lehren sind zu ziehen, den Weg der Unfähigkeit zu verlassen und die Funktionen fachlich und nicht "nach bestem Wissen und Gewissen" zu besetzen.

    Es ist kein Wunder, wenn viele Fachleute an Tinitus im Auge leiden.

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