EZB
Sparkassenchef kritisiert Niedrigzinspolitik

Die Rettungspolitik der EZB hat einen einen neuen, starken Gegner: Der Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon sieht das Konzept an der „praktischen und rechtlichen“ Grenze angekommen.
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BerlinSparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Abkehr von ihrem Niedrigzinskurs zur Stabilisierung der Wirtschaft in der Euro-Zone aufgerufen. „Die Rettungspolitik der EZB ist an ihre praktischen und rechtlichen Grenzen gestoßen“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes am Montag bei einer Veranstaltung der FDP-Fraktion in Berlin. Der Niedrigzins schädige die Sparkultur, berge die Gefahr neuer Finanzblasen und drücke auf das stabile Geschäft von Banken und Versicherungen.

Dabei würde die EZB mit ihrem Niedrigzins ihre Ziele nicht erreichen, sagte Fahrenschon. Denn der geringe Leitzins von 0,5 Prozent komme bei den Unternehmen in den Euro-Krisenländern überhaupt nicht in Form preiswerter Darlehen an. Die niedrigen Zinsen böten zudem keinen Anreiz zum Abbau der Staatsverschuldung.

Kritik an der EZB übte auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: „Die Niedrigzinspolitik kann nicht beliebig lang betrieben werden.“ Deshalb wäre es gut, „wenn wir uns Schritt für Schritt aus dieser ungewöhnlich langen Zeit der Niedrigzinspolitik wieder herausbewegen könnten“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB: Sparkassenchef kritisiert Niedrigzinspolitik "

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  • @ Santos

    Kritische Stimmen, gerade auch gegenüber einzelnen Unternehmen oder Unternehmensgruppen, sind wichtig, jedoch ist dieser Kommentar etwas zu unsachlich und trägt nicht wirklich etwas zur Meinungsbildung bei. Aus meiner Sicht deutlich am Thema vorbei.

    Andreas

  • Es ist an der Zeit Klartext zu reden, aber wichtiger ist es, den verantwortlichen richtigen Druck zu geben.

    Heute zweifelt Schäuble die Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts an. Der Mann ist zynisch. Frau Lagarde, der man schon ein vertrautes Verhältnis mit Schäuble nachsagen kann, hatte unlängst erklärt, dass der IWF in Sachen Griechenland öffentlich mit falschen Zahlen operiert hat. Schäuble muss dies bekannt gewesen sein.

    Allein dafür gehört er sofort aus dem Amt entfernt. Und jetzt diese Entgleisung dazu - das ist ein Tropfen zuviel!

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