EZB und Negativzinsen
„Sparkassen müssen selbst über Bargeld entscheiden“

Der Präsident des Bayerischen Sparkassenverbandes hat in einem Brief an die Mitgliedern erklärt, wie sie mehr Bargeld einlagern können. Im Interview erläutert Ulrich Netzer, wie der Brief wirklich zu verstehen ist.
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Bei ersten Sparkassen sollen Gedankenspiele im Gange sein, große Mengen Bargeld in Tresoren zu horten, anstatt es bei der Europäischen Zentralbank zu parken. Auslöser für diese Spekulationen war ein Rundschreiben des Bayerischen Sparkassenverbands an seine 71 Mitgliedssparkassen. Präsident Ulrich Netzer erklärt, warum er den Brief geschrieben hat.

Herr Netzer, werben Sie bei den 71 bayerischen Verbandssparkassen dafür, das Geld angesichts der Negativzinsen der Europäischen Zentralbank eher in Tresoren zu bunkern?
Das ist eine Zusammenfassung, die ich so nicht unterschreiben kann. Das verhält sich anders.

Wie?
Vor einigen Wochen kamen einige Sparkassen auf uns zu. Sie fragten, welche versicherungstechnischen Kosten damit verbunden wären, wenn man mehr Bargeld als bisher vorhalten und nicht an die Zentralbank weiterreichen würde.

Also geht es im Kern um die Frage, welche Belastung höher ist: Die Negativzinsen der EZB, die derzeit bei 0,3 Prozent liegen,  oder die Kosten, die mit mehr Bargeld verbunden sind?
Ja. Wenn eine selbstständige Sparkasse ihre Verantwortung Ernst nimmt, dann ist es legitim, die betriebswirtschaftlichen Kosten zu eruieren. Da machen sich die Sparkassen schon Gedanken. In der Vergangenheit war es übrigens umgekehrt. Da galt, möglichst wenig Bargeld vorzuhalten, weil man bei der Zentralbank noch etwas dafür bekommen hat. Das ändert sich jetzt.

Und wie hat der Verband auf die Bitte der Mitglieder reagiert?
Unsere Leute haben mit der Versicherungskammer Bayern besprochen, die ja eine sogenannte Kassenversicherung anbietet. Die entsprechenden Deckungsmöglichkeiten für höhere Barbestände haben wir den Sparkassen in einem Rundschreiben mitgeteilt. Mehr ist nicht passiert. Wir haben keine Empfehlung in dem Rundschreiben abgegeben. Ob das sinnvoll ist, mehr Bargeld vorzuhalten, müssen die Sparkassen selbst entscheiden.

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„Sparkassen müssen selbst über Bargeld entscheiden“

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„Jede Sparkasse verfügt natürlich über Tresorräume“

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  • ...........sind u.a. besonders die Soliden (Sparkassen) von der Handlungsweise dieses Mannes (Dragi) betroffen.....immer weiter und immer mehr Geld in den Markt zu schaufeln, die Zinsen fast auf Null zu lassen.....um sie in wenigen Tagen in einer neuen Sitzung.....noch weiter zu senken, und nicht eine Spur von Erfolg sichtbar wird.....und durch diese Verfahrensweise, vergleichsweise einer Droge, nicht mehr davon herunter kommt....und nur noch diesen Ausweg zu glauben scheint.......trotz warnender Worte u.a. des Deutschen Direktoriumsmitglied im EZB-Rat, dem Präsidenten der Deutschen Notenbank Jens Weidmann in Frankfurt und anderer ....das Drama in baldiger Zeit zu Ende sein wird.......und der bevorstehende Crash sich einstellen wird......und die Frage im Raum steht, wann dieser Mann (Dragi) endlich abgelöst wird.....ihn in Pension zu schicken, damit dort oben endlich mal ein deutscher Banker aus Schrot und Korn die Regie übernimmt.....so wie die Vorgänger-Vorstände zu DM-Zeiten unsere alte Währung zur Ersatzwährung nach dem Dollar machten.....scheint die deutsche Politik, gezeichnet von unserer Geschichte, nur dort oben nicht auch noch einen deutschen Lenker haben zu wollen......diese Erkenntnis aus heutiger Sicht verkehrt gewesen ist......weil alle Europäer etwas davon, wenn der Laden rund ums Geld sauber, solide und verantwortbar läuft.......also ein Umdenken notwenig ist....bleibt zu hoffen, daß es so kommt....

  • Als Jens Weidmann sich neulich zu dem Thema äußerte, habe ich das bereits kommentiert:
    Wenn ein Zentralbankster einmal die Wahrheit sagt, sollte man genau hinhören:
    „Durch Bargeld gibt es eine natürliche Untergrenze für die Zinsen: Sinken diese zu stark in den negativen Bereich, so wird es irgendwann für die Bankkunden attraktiver, das Geld in Cash zu halten. Würde Bargeld hingegen abgeschafft und das Geld ausschließlich bei Banken gehalten, könnten die Zinsen beliebig weit gesenkt werden.“
    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/jens-weidmann-zu-bargeld-das-haette-das-potenzial-das-vertrauen-zu-beschaedigen/13010412.html
    Zinsen beliebig weit senken heißt : indirekte Enteignung der Sparer bzw. Kontoinhaber. Natürlich haben wir aber (wie beim Fiat Money generell) auch hier die zwei symbiontischen Profiteure Staat UND Banken: zusätzlich zu den Negativzinsen fallen bei jeder Bezahlung dann auch noch Transaktionsgebühren an – vor allem aber brauchen die Geschäftsbanken dann auch kaum mehr Bankenstürme zu befürchten (die sie aufgrund des Bruchteilsreserve-Bankwesens sehr schnell in arge Bedrängnis brächten) – zumindest keinen Bankrun durch Otto Normalos, denn die Wissenden werden die Computernullen des Giralgeldes natürlich gleich in reale Werte umtauschen: auch bei einem Bargeldverbot kann man sich zumindest der kalten Enteignung durch Negativzinsen tatsächlich immer noch entziehen!!
    Weidmann sagt aber noch etwas Entscheidendes:
    „Es geht darum, das VERTRAUEN in die gemeinsame Währung nicht zu beschädigen.“
    Eine Fiat-Währung lebt und stirbt mit dem Vertrauen in sie. Ist das Vertrauen weg, kann keine finanzielle Repression der Welt sie wiederbeleben. Denn so war es immer, und so wird es wieder sein:
    „Alle reinen Papierwährungen enden im vollständigen Verlust ihrer Kaufkraft. Das ist keine Frage des ob, sondern nur des wann. Es gibt in der Geschichte kein einziges Gegenbeispiel."
    http://forum.finanzen.net/forum/Staatsbankrott_und_Konkursverschleppung-t250965?page

  • Das wird wohl die größte griechische Firma aller Zeiten.

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