Facebook als Zahlungsdienst
Mark Zuckerbergs Ansage an die Finanzbranche

In einem Chat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg in der Nacht auf Mittwoch Fragen von Nutzern beantwortet. Eine seiner Antworten ist eine Kampfansage an Zahlungsdienstleister und die Finanzbranche.
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DüsseldorfZur Frage-Antwort-Runde mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg fand sich in der Nacht auf Mittwoch eine illustre Runde ein. Shakira stellte eine Frage zu Technologie als Mittel zur Erziehung, die von der Facebook-Pressestelle nicht besser hätte formuliert. Und auch der britische Milliardär und Vorzeigeunternehmer Richard Branson ließ sich für eine extrem unkritische Frage einspannen.

Zuckerberg beantwortete aber auch eine Frage des aserbaidschanischen Journalisten Turxan Qarishga. „Wann können wir mit Facebook Geld überweisen?“, wollte Qarishga wissen und der Facebook-Gründer machte eine klare Ansage. Er erinnerte daran, dass bereits eine Zahlfunktion für den Nachrichtendienst Facebook Messenger angekündigt sei und das Implementieren der Funktion begonnen habe.

„Wir werden das bald breiter einführen und das ist ein Feld wegen dessen kommender Expansion ich aufgeregt bin“, ergänzte Zuckerberg. Den Facebook Messenger nutzen derzeit 600 Millionen Menschen im Monat. Künftig sollen Freunde sich nicht nur Nachrichten und Bilder, sondern auch Geld zuschicken können. Abgewickelt werden soll das System mit Kreditkarten von Visa und Mastercard.

Die Daten dafür müssen einmalig bei Facebook hinterlegt werden. Zuckerberg hat für den Vorstoß auf dem Zahlungsdienstmarkt im vergangenen Sommer den damaligen Paypal-Chef David Marcus abgeworben, um den Messenger-Dienst zu leiten und auszubauen.

For the next hour, I’ll be answering your questions here on Facebook about whatever’s on your mind. We’ve held a few...

Posted by Mark Zuckerberg on Tuesday, April 14, 2015
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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