Fahndung
US-Steuerfahnder verhören Kinder eines Schweizer Bankers

Zwei Kinder eines Schweizer Bankers sind bei ihrer Einreise stundenlang von US-Behörden verhört worden. Die Beamten wollten Details über den Vater erfahren, der einem Zeitungsbericht zufolge Vermögensverwalter ist.
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GenfDie Behörden in den USA haben einem Bericht zufolge stundenlang zwei Kinder eines Schweizer Bankers verhört. Die beiden Jugendlichen hätten nach der Einreise sechs Stunden lang weder ihre Eltern noch ihre Großeltern, die sie besuchen wollten, kontaktieren können, berichtete die Zeitung „La Tribune de Genève“ am Montag.

Die Beamten erkundigten sich demnach - offenbar im Rahmen von Ermittlungen zu US-Steuersündern - genau nach dem Aufenthaltsort des Vaters, seiner Tätigkeit und möglichen Reisen in die USA. Der Mann ist laut Zeitung als Vermögensverwalter tätig.

Die Schweizer Banken hatten im vergangenen April unter Druck der US-Behörden die Namen von rund 10.000 Beschäftigten an die USA übermittelt, die in Kontakt mit US-Kunden standen. Die Schweizer Regierung hatte der Datenübermittlung zuvor zugestimmt. Gegen diesen Schritt wehren sich zahlreiche Banker. Viele wissen nach Angaben eines ihrer Anwälte nicht, ob sie überhaupt betroffen sind.

Die USA verstärken seit einiger Zeit ihren Druck auf Geldinstitute in der Eidgenossenschaft. Betroffen sind unter anderem die UBS, Credit Suisse oder Julius Bär, aber auch auf israelische Banken wie Leumi, Hapoalim oder Mizrahi. Wegelin, die älteste Bank der Schweiz, war Ende Januar am Steuerstreit mit den USA zerbrochen und musste ihr Geschäft außerhalb der USA an die Raiffeisen-Bank verkaufen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Hallo emden09.
    Weil das Sippenverhöre sind und nur von Staaten angewendet werden, die mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt nichts mehr am Hut haben.
    Zu den elementarsten Werten des Rechtes gehört es, dass Kinder nicht gegen ihre Eltern aussagen müssen, und umgekehrt.
    Menschen, die Kinder dazu benutzen, an Informationen von Straftaten ihren Eltern zu gelangen, sind mit Kinderfickern auf eine Ebene zu stellen, denn sie zerstören die Seele der Kinder und sähen lebenslange Schuldgefühle in den Kindern.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  • Gut so. Steuerhinterzieher sind m.E. zu behandeln wie Terroristen, die Organisatoren von Steuerhinterziehung entsprechend wie Topterroristen. Und die Frauen und Kinder von Bin Laden hat man schließlich auch Wochenlang verhört. Warum also nicht die Kinder eines vermutlich der Organisation von Steuerhinterziehung Schuldigen. Steuerhinterzieher sind m.E.massoziale Elemente die von der solidarisch organisierten Gesellschaft aussortiert werden müssen.

  • Scheinbar ist den Leuten nicht klar dass es kein Einkommenssteuergesetz in den USA gibt. Privat Personen, die keine Unternehmer sind, bräuchten keine Einkommenssteuer zu bezahlen, da die gesetzlichen Grundlagen fehlen.
    Die Verfassung der Vereinigten Staaten verbietet sogar eine persönliche Einkommenssteuer. Demnach kann man auch kein Gesetz wegen Steuerhinterziehung brechen.

    Die Verfassung sagt, Steuern dürfen nur für unternehmerische Tätigkeiten erhoben werden, oder auf Warenverkehr, aber nicht auf persönliches Einkommen oder Dividenden.



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