Fahndung

US-Steuerfahnder verhören Kinder eines Schweizer Bankers

Zwei Kinder eines Schweizer Bankers sind bei ihrer Einreise stundenlang von US-Behörden verhört worden. Die Beamten wollten Details über den Vater erfahren, der einem Zeitungsbericht zufolge Vermögensverwalter ist.
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Die Schweizer Banken hatten im vergangenen April unter Druck der US-Behörden die Namen von rund 10.000 Beschäftigten an die USA übermittelt, die in Kontakt mit US-Kunden standen. Quelle: dpa

Die Schweizer Banken hatten im vergangenen April unter Druck der US-Behörden die Namen von rund 10.000 Beschäftigten an die USA übermittelt, die in Kontakt mit US-Kunden standen.

(Foto: dpa)

GenfDie Behörden in den USA haben einem Bericht zufolge stundenlang zwei Kinder eines Schweizer Bankers verhört. Die beiden Jugendlichen hätten nach der Einreise sechs Stunden lang weder ihre Eltern noch ihre Großeltern, die sie besuchen wollten, kontaktieren können, berichtete die Zeitung „La Tribune de Genève“ am Montag.

Die Beamten erkundigten sich demnach - offenbar im Rahmen von Ermittlungen zu US-Steuersündern - genau nach dem Aufenthaltsort des Vaters, seiner Tätigkeit und möglichen Reisen in die USA. Der Mann ist laut Zeitung als Vermögensverwalter tätig.

Die Schweizer Banken hatten im vergangenen April unter Druck der US-Behörden die Namen von rund 10.000 Beschäftigten an die USA übermittelt, die in Kontakt mit US-Kunden standen. Die Schweizer Regierung hatte der Datenübermittlung zuvor zugestimmt. Gegen diesen Schritt wehren sich zahlreiche Banker. Viele wissen nach Angaben eines ihrer Anwälte nicht, ob sie überhaupt betroffen sind.

Die USA verstärken seit einiger Zeit ihren Druck auf Geldinstitute in der Eidgenossenschaft. Betroffen sind unter anderem die UBS, Credit Suisse oder Julius Bär, aber auch auf israelische Banken wie Leumi, Hapoalim oder Mizrahi. Wegelin, die älteste Bank der Schweiz, war Ende Januar am Steuerstreit mit den USA zerbrochen und musste ihr Geschäft außerhalb der USA an die Raiffeisen-Bank verkaufen.

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8 Kommentare zu "Fahndung: US-Steuerfahnder verhören Kinder eines Schweizer Bankers"

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  • Hallo emden09.
    Weil das Sippenverhöre sind und nur von Staaten angewendet werden, die mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt nichts mehr am Hut haben.
    Zu den elementarsten Werten des Rechtes gehört es, dass Kinder nicht gegen ihre Eltern aussagen müssen, und umgekehrt.
    Menschen, die Kinder dazu benutzen, an Informationen von Straftaten ihren Eltern zu gelangen, sind mit Kinderfickern auf eine Ebene zu stellen, denn sie zerstören die Seele der Kinder und sähen lebenslange Schuldgefühle in den Kindern.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  • Gut so. Steuerhinterzieher sind m.E. zu behandeln wie Terroristen, die Organisatoren von Steuerhinterziehung entsprechend wie Topterroristen. Und die Frauen und Kinder von Bin Laden hat man schließlich auch Wochenlang verhört. Warum also nicht die Kinder eines vermutlich der Organisation von Steuerhinterziehung Schuldigen. Steuerhinterzieher sind m.E.massoziale Elemente die von der solidarisch organisierten Gesellschaft aussortiert werden müssen.

  • Scheinbar ist den Leuten nicht klar dass es kein Einkommenssteuergesetz in den USA gibt. Privat Personen, die keine Unternehmer sind, bräuchten keine Einkommenssteuer zu bezahlen, da die gesetzlichen Grundlagen fehlen.
    Die Verfassung der Vereinigten Staaten verbietet sogar eine persönliche Einkommenssteuer. Demnach kann man auch kein Gesetz wegen Steuerhinterziehung brechen.

    Die Verfassung sagt, Steuern dürfen nur für unternehmerische Tätigkeiten erhoben werden, oder auf Warenverkehr, aber nicht auf persönliches Einkommen oder Dividenden.



  • In der SBZ wurden die KZ nach 1945 noch einige Zeit weiter geführt, da wurden NSDAP - Mitglieder und verdächtige Staatsfeinde eingesperrt und misshandelt, was sonst noch passiert ist wird wohl geheim bleiben. Die Nützlichen wurden entnazifiziert und durften wieder einige Ämter bekleiden. Mir ist nicht bekannt das den Weiterführenden der KZ was passiert ist.
    Die US-Fahnder haben verdammt viel von den kommunistischen Diktaturen gelernt.

  • Hallo N_K, genauso ist es.
    Jedes System das am Ende ist, läuft aus dem Ruder.
    Konzentrationslager haben die USA schon, 450 Millionen Schuss Jagt-Munition, gegen die eigene Bevölkerungen, sind auch schon eingelagert.
    Mal sehen, wann die ersten Drohnen über der Schweiz gesichtet werden.
    Ich kann nur raten: „Schweizer Bankster, zieht die Köpfe ein, wenn Kunden von euch US-Bürger sind“.
    Raum – ähhh- Öl im Osten benötigen die USA sicherlich auch noch etwas mehr.
    Und die Amerikaner sind da nicht zimperlich mit der Wahl der Mittel; das mussten zuerst die Indianer erkennen.
    Ganze Völker (zig Millionen im eigenen Land) ausrotten, wenn sie im Weg stehen, das ist die Strategie, die angeblich zum Erfolg führt und dann Sklaven für sich schinden lassen.
    So viele zivile Menschen wie die USA im eigenen Land abgeschlachtet haben und zu Tode gefoltert haben, hat selbst der Massenmörder Adolf nicht geschafft.
    Hat sich in den letzten 300 Jahren in den USA etwas geändert?
    Ja--- gut, heute bekommt man als Führer der USA einen Friedensnobelpreis, für die Weiterführung und Neuplanung von Kriegen und wenn man wenigstens verspricht Konzentrationslager zu schließen.
    Und jetzt werden erst einmal die Christlichen Werte des Abendlandes „zufälliger weise“ bei den Staaten eingeführt, die über reichlich Öl verfügen.
    Was wäre eigentlich mit einem Menschen passiert, der nach Adolfs Selbstmord die Konzentrationslager noch einige Jahre weiter geführt hätte?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  • Die Quittung wird sicherlich bald ausgestellt werden. Dann holen wir uns alles wider zurück von der Drecksbande...

  • Vielleicht sollte man in Europa in Zukunft auch einreisende Kinder von hohen CIA, FBI und Goldman-Sachs Mitarbeitern/Chefs festhalten und über ihre Erzeuger ausfragen.

  • " Fahndung:
    . US-Steuerfahnder verhören Kinder eines Schweizer Bankers "

    Ja, ja - und dann sagt man immer wieder, es gäbe keine Sippenhaft.
    Genau wie es ja auch keine "Sippenhaft" ist, wenn schon seit bald 70 Jahren Wiedergutmachung für Nazi-Verbrechen bezahlt wird von Leuten, die damals noch gar nicht gelebt haben.

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